Japan verbietet Import von Gen-Weizen aus USA

Nachdem auf einer Farm im US-Bundesstaat Oregon gentechnisch verändertes Getreide entdeckt worden war, hat Japan einen Teil seiner Weizenimporte aus den USA gestoppt. Japans Landwirtschaftsministerium teilte am Freitag mit, es handle sich um 25.000 Tonnen der Sorte „Western White“, meldet die Tiroler Tageszeitung online.

(Bildquelle: )

Japan habe „keine andere Wahl“, als die Einfuhr dieser Lieferung zu stoppen, solange nicht klar sei, wie die gentechnisch veränderten Pflanzen auf die Farm gelangt seien. Japan importiere im Jahr rund fünf Millionen Tonnen Weizen aus den USA.

Das US-Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, auf der Farm in Oregon sei Genweizen entdeckt worden, dessen Anbau nicht zugelassen sei. Die EU-Kommission hatte ihre Mitgliedsstaaten daraufhin am Donnerstag gewarnt, ihre Weizen-Importe aus den USA auf genetisch verändertes Getreide zu überprüfen.

Monsanto will keine Zulassung neuer Gen-Pflanzen in EU beantragen

Der US-Agrarkonzern Monsanto gibt den Kampf für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa auf. „Wir machen keine Lobbyarbeit mehr für den Anbau in Europa“, sagte der Sprecher von Monsanto Europa, Brandon Mitchener, der Berliner „tageszeitung“ vom Samstag, so die TT weiter.  Derzeit plane sein Unternehmen auch nicht, die Zulassung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen zu beantragen. Auch wolle Monsanto auf neue Feldversuche mit Saatgut von Genpflanzen verzichten.

In der Europäischen Union sind der Genmais MON810 von Monsanto und die Kartoffel Amflora des deutschen Unternehmens BASF für den Anbau zugelassen. Weitere Genpflanzen sind zur Verarbeitung in Futter- und Lebensmitteln erlaubt.

BASF hatte im Jänner angekündigt, sich nicht mehr um die Zulassung weiterer Genkartoffeln zu bemühen. Amflora war 2010 nach einem 13-jährigen Verfahren in der EU für den Anbau zugelassen worden. Wegen starker Proteste wird sie aber kaum angebaut. Acht EU-Länder, darunter auch Österreich, haben den Anbau der Pflanze auf ihrem Gebiet verboten, so die TT.

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Torsten Altmann

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