Kartoffelmarkt: Kein Angebotsdruck im Inland

Der österreichische Kartoffelmarkt präsentiert sich Mitte August weitgehend unverändert zu den Vorwochen. Die Erzeugerpreise haben allerdings eine Spur nachgegeben.

Die verfügbaren Erdäpfelmengen sind jetzt erntebedingt angestiegen. (Bildquelle: pixabay)

Die Niederschläge in den vergangenen Tagen haben die Rodebedingungen regional verbessert, an der Grundsituation der tendenziell eher schwachen, aber regional sehr unterschiedlichen Hektarerträge bei den Anschlusssorten und späteren Sorten sowie dem hohen Anteil an kleinfallender Ware ändert dies jedoch nur wenig, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Die verfügbaren Mengen sind erntebedingt zwar angestiegen, von einem Angebotsdruck kann aber nicht wirklich gesprochen werden. Auch qualitative Probleme sind bislang noch überschaubar. Vereinzelt wird von vermehrtem Drahtwurmbefall berichtet.

Ruhiger Inlandsmarkt

Der Inlandsmarkt zeigt sich urlaubsbedingt noch sehr ruhig. Mit dem nahenden Ende der Ferienzeit und den prognostizierten kühleren Temperaturen dürfte der Absatz aber in den nächsten Wochen wieder entsprechend anziehen. Die Erzeugerpreise haben eine Spur nachgegeben, sie liegen in Niederösterreich und dem Burgenland zu Wochenbeginn meist bei 30 bis 32 Euro/100 kg. Für bestimmte festkochende Sorten werden noch bis zu 37 Euro/100 kg bezahlt. Aus Oberösterreich wurden zuletzt noch Erlöse von 34 Euro/100 kg gemeldet.

Die deutsche Frühkartoffelsaison endete mit einem doch deutlichen Preisrückgang. Im gesamten Bundesgebiet hat es in der letzten Woche mehr oder minder stark geregnet. Die Flächenräumung ist bereits weit fortgeschritten, so wie sonst vielleicht Ende August. Vielerorts werden aber nun immer mehr Bestände reif und viele Landwirte wollen das aktuell gute Preisniveau zur Vermarkung nutzen. Anderseits ist die Inlandsnachfrage ferienbedingt derzeit sehr überschaubar. Die Erzeugerpreise standen zuletzt entsprechend unter Druck. Im Bundesdurchschnitt wurden Anfang der Woche noch 34 bis 38/100 kg bezahlt.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

"Das 'S' auf S-Budget-Butter sollte für Solidarität stehen"

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen