Kartoffelmarkt

Lagervorräte dürften reichen

Am heimischen Speisekartoffelmarkt klingt die Vermarktungssaison 2019/20 langsam aus. Bei den Landwirten liegt so gut wie keine freie Ware mehr. Die Lagerbestände bei den Händlern sind ebenfalls schon überschaubar und dürften bis zum Anschluss an die neue Ernte reichen.

Die Vermarktung der ersten österreichischen Heurigen über den Lebensmitteleinzelhandel ist für Anfang Juni geplant. Bis dahin wird die heimische Lagerware mit Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum ergänzt, teilte die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. (Bildquelle: pixabay)

An der zweigeteilten Nachfragesituation hat sich weiterhin nichts geändert: Der Absatz über den heimischen Handel läuft weiter auf einem zufriedenstellenden Niveau. Das Großhandels- und Gastrogeschäft bleibt äußerst schwach. Mit der Öffnung der Lokale und Restaurants ab Mitte Mai erwartet man aber auch hier steigende Absatzzahlen, so die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn ein Preisband von 22 bis 28 €/100 kg je nach Sorte und Qualität genannt, wobei für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel meist 25 € bezahlt werden. In Oberösterreich ist die Vermarktung praktisch abgeschlossen. Hier wurden zuletzt noch Preise von bis zu 32 €/100 kg gemeldet.

Übermengen in Deutschland

In Deutschland verläuft der Absatz von Speisekartoffeln weiter recht zügig. Die Zeit der Bevorratungskäufe im Handel ist zwar vorbei, aber die Nachfrage nach alterntigen Kartoffeln ist immer noch höher als zu normalen Zeiten. Die verfügbaren Angebotsmengen sind mittlerweile schon recht überschaubar.

Preislich gibt es daher eine leicht festere Tendenz bei der Speiseware. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt Erzeugerpreise zwischen 24,10 und 25,30 €/100 kg bezahlt. Auch Partien mit Mängeln finden nun wieder etwas leichter Absatzmöglichkeiten. Importierte Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum spielen mengenmäßig noch keine bedeutende Rolle.

Die anstehende Öffnung der Gastronomie erzeugt zwar wieder eine gewisse Nachfrage nach Pommes-Kartoffeln. Das Problem mit den großen Übermengen kann damit aber sicher nicht mehr gelöst werden.


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