Landwirtschaft 4.0: Mold wird zur Drehscheibe bei der Digitalisierung

Die Bildungswerkstatt Mold soll in Niederösterreich zentrale Drehscheibe für Landwirte bei der Nutzung und praktischen Anwendung neuer digitaler Techniken werden. Das erklärt heute erklärt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ. Dabei setze die LK NÖ wir die Partnerschaft mit dem Maschinenring NÖ-Wien.

v.l.:Wolfgang Weichselbraun - zuständiger Abteilungsleiter der Landwirtschaftskammer NÖ, Johannes Schmuckenschlager - Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ und Johann Bösendorfer - Obmann des Maschinenring NÖ-Wien. (Bildquelle: LK NÖ/Gerald Lechner)

Die Nutzung digitaler Techniken ist mittlerweile auch bei Landwirte wichtig. Doch für die Betriebe wird es zunehmend schwieriger, einen Überblick und dabei den Fokus auf die für den Betrieb sinnvollen Anwendungen zu bewahren. Ob Unterstützung bei digitalen Lenksystemen, der Einsatz von Drohnen, „Cows and more“ oder eine „Kuhbrille“.

Hier sieht die Landwirtschaftskammer NÖ ihre Rolle. "Unser Beratungs- und Dienstleistungsangebotsoll nicht nur eine Hilfestellung für die Betriebe bei der Nutzung und praktischen Anwendung neuer digitaler Techniken sein, sondern soll sie auch im Wettbewerb stärken. Wir wollen unser Angebot weiter „ausbauen und hier auch die Bildungswerkstatt Mold als zentrale Drehscheibe nutzen. Weiters setzen wir auf Partnerschaften wie jene mit dem Maschinenring NÖ-Wien“, erklärt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ.

Mold als Digitalisierungswerkstatt Niederösterreichs positionieren

„Wir wollen den Standort Mold weiterentwickeln, um aktuellen Trends auch in Zukunft gerecht zu werden. Ziel ist es daher, die Bildungswerkstatt Mold als Kompetenzzentrum für Digitalisierung im ländlichen Raum zu verankern“, so Schmuckenschlager. Dabei soll auch der Start-up Trend für die Landwirtschaftskammer NÖ nutzbar gemacht werden. „Innovative Betriebe und Neugründer gelten zu Recht als Opinion Leader. Sie sind engagiert, können in den meisten Fällen auf ein breites Netzwerk zurückgreifen und gelten in ihrem Fachbereich als Multiplikatoren. Diese Schlagkraft wollen wir bündeln und landwirtschaftlichen Start-ups in der Bildungswerkstatt Mold eine Heimat bieten“, sagt Schmuckenschlager. Ziel ist es, Räume für land- und forstwirtschaftliche Start-ups in Mold bereitzustellen. Interessierten soll die dazu erforderliche Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Maschinenring als Partner

Der Maschinenring ist mittlerweile Vorreiter was Vernetzung, Digitalisierung und Precision Farming betrifft“, erklärt Johann Bösendorfer, Obmann des Maschinenring NÖ-Wien. Einsparung von Energie und Betriebsmitteln, Senkung von Produktionskosten, Reduktion von CO2 – diese wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile sollen die Arbeitsplatzbedingungen der Bäuerinnen und Bauern verbessern und die Auslastung derMaschinen optimieren. „Der Maschinenring NÖ-Wien ist gut mit den Landwirten, der Landtechnik, Interessensvertretungen sowie mit Forschungseinrichtungen vernetzt und dadurch in der Lage, Produktionsabläufe zu analysieren, Einsparungspotenziale aufzuzeigen und Projekte effizient und hochprofessionell umzusetzen“, so Bösendorfer.

Ein Meilenstein im Zuge der bisherigen Projekte ist das gemeinsame Beratungs- und Dienstleistungsangebot von Landwirtschaftskammer NÖ und Maschinenring NÖ-Wien „Lenksystem – Fahrspurplanung“. Mit dem Mobil RTK-Signal ist eine GPS-präzise und zentimetergenaue Feldbewirtschaftung möglich. Rund 800 Betriebe haben im vergangenen Jahr in automatische Lenksysteme investiert. Nun geht es darum, diese Technologie auch optimal zu nutzen, damit die Einsparungspotentiale, die diese Technologie bringt, entsprechend ausgenutzt werden. Künftig können Betriebe entscheiden, ob sie sich den dazu erforderlichen RTK-Messstab ausborgen möchten (Maschinenring NÖ-Wien) oder die Erhebung der Naturdaten als Service nutzen möchte (Landwirtschaftskammer NÖ).

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Torsten Altmann

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