Ernteschätzung für 2020

Leicht unterdurchschnittliche Ernte erwartet

Die österreichische Getreideernte wird heuer wegen einer leichten Flächenreduktion und niedrigerer Ertragserwartungen voraussichtlich um 6,2% geringer ausfallen als 2019. Zudem wird es regional große Unterschiede geben, teilte die LK Österreich mit.

Die Präsidenten der LK Burgenland und der LK Österreich, Nikolaus Berlakovich und Josef Moosbrugger, überzeugten sich auf den Feldern von Landwirt Maximilian Wohlfarth über den aktuellen Wuchs der Getreidekulturen. (Bildquelle: Werkbild LK Burgenland/Kaiser)

"Im Osten kam der Regen zu spät, hingegen wird im Westen und Süden mit guten Erträgen gerechnet", so der Obmann des Ausschusses für Pflanzenproduktion der LK Österreich und LK Burgenland-Präsident Nikolaus Berlakovich.

Betroffen von der Trockenheit sind vor allem der Osten Niederösterreichs und das Burgenland. Die Trockenheit bekamen vor allem die Sommergerste, Hafer und Zuckerrübe, aber auch Raps und Winterweizen zu spüren. Auch Schädlinge konnten sich gut entwickeln, die vor allem wieder große Teile der Zuckerrübenflächen vernichteten.

Stark unterschiedliche Ertragserwartungen

Die Ertragserwartungen unterscheiden sich aufgrund der langen Winter- bzw. Frühjahrstrockenheit regional sehr stark. In Summe wird mit einer bundesweit leicht unterdurchschnittlichen Getreideernte (-0,7% gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre) gerechnet. Gegenüber dem etwas besseren Jahr 2019 werden die Getreideerträge um 4,9% zurückliegen. Die Spanne bewegt sich regional von minus 18,7% im Burgenland bis zu plus 8,5% in Oberösterreich gegenüber dem langjährigen Mittel.

Weichweizen als bedeutendste Getreideart wird mit einer Ertragserwartung von 53,5 dt/ha mit 2% leicht unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen, jedoch mit einem Minus von 8,5% deutlich gegenüber 2019 einbüßen.

Roggen und Triticale werden weniger im Trockengebiet angebaut. Sie konnten daher den späten Regen besser nutzen. Es wird ein Mehrertrag gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre erwartet: plus 4,4% bei Roggen und plus 5,4% bei Triticale.

Am schwersten traf es die Sommergerste. Österreichweit wird mit einem um 21,1% unter dem Fünfjahresschnitt liegenden Ertrag gerechnet. Den deutlichsten Rückgang erwarten das Burgenland mit einem Minus von 34% gegenüber 2019 und das Hauptanbaugebiet in Niederösterreich mit minus 24,1%.


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