Neue GV-Sojasorte vor EU-Zulassung

Die gentechnisch veränderte Sojasorte "Intacta " steht kurz vor der Zulassung in der EU. Die gegen Herbizide und Insektizide resistente Züchtung wurde von Monsanto speziell für den brasilianischen Markt entwickelt.

Im Berufungsausschuss verfehlte die Sojasorte mit der technischen Bezeichnung Mon87701xMon89788 noch die notwendige qualifizierte Mehrheit.
 
Deutschland, Frankreich und Italien enthielten sich diese Woche in Brüssel der Stimme. Nachdem sich die EU-Mitgliedstaaten nicht eindeutig äußerten, liegt die Entscheidung nun allein bei der EU-Kommission. Diese hat die Zulassung für den Import und die Verarbeitung vorgeschlagen. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) bescheinigte im Februar der Intacta die Unbedenklichkeit für Umwelt und Gesundheit.
 
Eßl: Es geht auch ohne Gentechnik

Indes forderten jetzt alle im Parlament vertretenen Parteien die Beibehaltung des österreichischen Gentechnik-Anbauverbotes. Wir sind davon überzeugt, dass es auch ohne Gentechnik geht. Vor allem wollen wir selbst bestimmen, ob wir sie anwenden wollen oder nicht und dieses Recht sollen auch alle anderen EU-Staaten und Regionen erhalten , erklärte Franz Eßl (ÖVP) im Plenum des Nationalrates.
 
Einen eindeutigen Vorstoß in diese Richtung hat Landwirtschaftsminister Berlakovich bereits 2010 auf EU-Ebene gemacht. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen unter den Mitgliedsländern wird die Verankerung eines Selbstbestimmungsrechtes aber noch immer diskutiert.

Der österreichische Entschließungsantrag soll hier eine positive Lösung bringen. Eßl setzt auf ein funktionierendes Bündnis zwischen Bauern und Konsumenten, um mit vernünftigen Erzeugerpreisen die erwarteten Leistungen auch erfüllen zu können.

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