Neuer Flächenrekord im Biolandbau

20% beträgt aktuell der Anteil der Bio-Ackerfläche bezogen auf die Gesamt-Ackerfläche. Problematisch ist die Vermarktung der immer steigenden Bio-Getreidemengen.

Unter den Kulturen der Herbsternte ist die Sojabohne der Gewinner auf den Bioflächen mit einer Zunahme von 5.088 ha. (Bildquelle: Uni Hohenheim)

Der Zuwachs beträgt 29.641 ha gegenüber dem Vorjahr. Die hohen Bio-Zunahmen in den Vorjahren (+10.359 ha in 2018, +22.214 ha in 2017) wurden somit nochmals übertroffen. Verantwortlich dafür waren die letzte Möglichkeit des Umstieges in die ÖPUL-Bio-Maßnahme und das in den Vorjahren attraktive Preisniveau.

Unter den Biogetreidearten konnte Weichweizen das größte Plus (+5.330 ha) verzeichnen. Wintergerste wurde - wie auf den konventionellen Flächen - ebenfalls vermehrt (+3.414 ha) ausgesät. Unter den Kulturen der Herbsternte ist die Sojabohne der Gewinner auf den Bioflächen mit einer Zunahme von 5.088 ha. Die zunehmende Nachfrage nach Bio-Speisesoja war neben der guten Eignung für die biologische Bewirtschaftung ein Grund für die Ausdehnung. Auch die Flächen für die in der Biolandwirtschaft bedeutenden Kulturen Klee, Luzerne, etc. (Ackerfutterflächen) wurden ausgedehnt (+3.253 ha).

Exportbedarf bei Bio-Getreide

"Der Markt für Biogetreide ist geprägt von einer Flächensteigerung und einer damit einhergehenden Produktionserhöhung. Die Verarbeitungsmengen von Biogetreide im Inland wurden zwar gering erweitert, hinken aber hinter den Produktionszuwächsen deutlich hinterher", informierte Franz Windisch, Verwaltungsratsvorsitzender der AMA. Der Bioanteil an der Gesamtgetreideproduktion beträgt 11%, an der Verarbeitung 6% und an den Lagerbeständen 20%. Die Biolager sind unter anderem mit Überlagern aus der alten Ernte gut gefüllt, weshalb weiterhin ein Exportbedarf besteht, um den Markt zu entlasten.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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