Rapsanbau in der EU bricht ein

Der IGC erwartet weltweit eine stabile Anbaufläche für Raps. Die Bedeutung der EU als Anbauer schwindet allerdings rasant.

Der Rapsanbau soll in der EU stark zurückgehen. (Bildquelle: top agrar )

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Ernteflächenschätzungen für Raps und Canola für das kommende Wirtschaftsjahr 2019/20 im Vergleich zum Bericht im Januar leicht angepasst. Weltweit werden aktuell 35,8 statt 35,6 Millionen ha erwartet, die Ernteflächen der EU wurden leicht nach oben korrigiert. Trotz der Korrektur werden die EU-Flächen aber immer noch 13 Prozent geringer geschätzt als im Vorjahr und wären damit so klein wie zuletzt im Wirtschaftsjahr 2006/07.

Witterung Grund für Flächenausfälle

Der Grund dafür sind Flächenausfälle aufgrund der ungünstigen Witterung, besonders in Frankreich und Deutschland. Die Ernteflächen in Russland und der Ukraine werden weiterhin 14 bzw. 28 Prozent größer geschätzt als im Vorjahr. Besonders ukrainischer Raps wird, auch von der EU, rege nachgefragt. Dies dürfte die Landwirte zu Flächenausweitungen veranlassen. Wenn die Witterungsbedingungen dort gut bleiben, könnte in der Ukraine sogar eine Rekordmenge erreicht werden.

Kanada und Australien dürften für das kommende Wirtschaftsjahr ein leichtes Plus verzeichnen. In China und Indien werden Flächenrückgänge prognostiziert, weil staatliche Unterstützungen weggefallen sind. Die großen Flächengewinne in Australien, der Ukraine, Russland und Kanada dürften die Verluste in der EU mehr als ausgleichen. (AMI)

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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