Rückschlag für Gentechnik bestätigt GV-freien Weg Oberösterreichs

Der aktuelle Befall einer gentechnisch veränderten Maissorte der Firma Monsanto durch den Maiswurzelbohrer sei eine Bestätigung für den oberösterreichischen Weg der Gentechnikfreiheit. "Ein vermeintlicher Vorteil einer GV-Maispflanze hat sich als vergänglich erwiesen ", so OÖ Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, der sich europaweit im Netzwerk der gentechnikfreien Regionen für ein Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von GV-Pflanzen einsetzt. "Die Entscheidung gegen Gentechnik auf den Feldern hat sich für diese 55 Regionen im Netzwerk als sinnvoll bestätigt, die versprochene Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer durch ein "Anti-Käfer-Protein " hingegen als trügerisch erwiesen, was jenen Landwirten, die dem Gentechnik-Riesen Monsanto Vertrauen geschenkt haben, nun teuer zu stehen kommt.

Auf EU-Ebene ist am vergangenen Freitag im Umweltministerrat mit der Vertagung der Entscheidung eine wertvolle Möglichkeit für ein EU-weites Selbstbestimmungsrecht beim Anbau von GVO verstrichen. Seit 2002 kämpft Oberösterreich auf EU-Ebene für eine einheitliche Lösung. Die Regionen sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie den Anbau von sogenannten GVO zulassen. Es ist das Um und Auf für die heimische Landwirtschaft, vor einer möglichen Auskreuzung von GVO-Sorten geschützt zu werden , so Hiegelsberger. Er hofft, dass durch Aufdeckung der Resistenzbildung GV-Befürwortern deutlich gemacht wird, dass gentechnisch veränderter Mais nicht hält was er verspricht und die Landwirtschaft nachhaltig geschädigt werden kann. Oberösterreichs Felder sind gentechnikfrei. Dieser Verzicht muss auf EU-Ebene rechtlich abgesichert werden, fordert Hiegelsberger.

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