Stabile Preise am Kartoffelmarkt

Der österreichische Speisekartoffelmarkt ist aktuell von der beginnenden Haupternte geprägt. Während hierzulande die Erzeugerpreise diese Woche halten, geraten diese in Deutschland unter Druck.

Erntearbeiten und Einlagerungen befindensich am Höhepunkte. Die Ernte im Nachbarland Deutschland dürfte zwar besser sein als 2018, den Bedarf abe rnur knapp decken. (Bildquelle: AVR)

Nach den Niederschlägen am Wochenende haben sich in vielen Regionen die Rodebedingungen verbessert. Gleichzeitig sind die Temperaturen gefallen. Damit wird ab Mitte der Woche verstärkt mit der Einlagerung von Erdäpfeln begonnen. Angebotsdruck wird durch die bundesweit überschaubare Erntemenge weiterhin nicht erwartet, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE).

Die Absatzseite zeigt sich saisontypisch stetig. Vereinzelt sorgen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel für den einen oder anderen zusätzlichen Nachfrageschub. Die Erzeugerpreise können sich auf dem Vorwochenniveau behaupten. Daran dürfte sich in nächster Zeit kaum etwas ändern.

In Niederösterreich wurde zu Wochenbeginn für vorwiegend festkochende Sorten ein Tagespreis von 25 €/100 kg genannt und für festkochende Sorten bis zu 30 €/100 kg. Für Einlagerungsware liegen die Erlöse teilweise etwas darunter. In Oberösterreich blieben die Preise stabil bei 34 €/100 kg.

Durchschnittliche Ernte in Deutschland erwartet

Im Nachbarland Deutschland haben sich die Bedingungen für die Einlagerung mit der Abkühlung und den jüngsten Niederschlägen erheblich verbessert. Ertragsmäßig wird mit einem größeren Aufkommen als im schwachen Vorjahr gerechnet.

Mit geschätzten 10,7 Mio. t dürfte die diesjährige Erntemenge in etwa auf dem Niveau von 2016 liegen und damit den Bedarf nur knapp decken können.

Trotz der sich abzeichnenden nicht allzu großen Ernte gaben die Erzeugerpreise in der letzten Woche nochmals nach. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 20 bis 22 €/100 kg bezahlt. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass mit den Beginn der Einlagerung der Preisdruck abnimmt und sich die Erzeugerpreise auf dem erreichten Niveau einpendeln dürften

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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