Agrana

Umsatz- und Ergebnisanstieg trotz Corona

Der Frucht-, Zucker- und Stärkekonzern Agrana konnte trotz der Coronakrise seinen Gewinn und die Erlöse im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2020/21 steigern. Besonders im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse deutlich über dem Vorjahr.

Erfreuliche Zahlen präsentierte das Agrana Mangament im Bericht über das erste Quartal 2020. (Bildquelle: Agrana)

Das Konzernergebnis der Agrana Beteiligungs-AG erhöhte sich um 4,9 % auf 19,2 Mio. €, der Umsatz stieg um 2,2 % auf 652,6 Mio. €. Das Betriebsergebnis belief sich auf 32 Mio. € (+3,6 %).

10 Mio. l Desinfektionsmittel verkauft

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im Segment Stärke lag moderat unter dem Vorjahr, wobei der Rückgang vor allem mit einem zu Beginn der Corona-Pandemie kurzfristig eingebrochenen, jedoch mittlerweile wieder erholten Bioethanolpreis zusammenhängt. Mengenmäßig blieb der Ethanolverkauf trotz des Lockdowns weitgehend stabil, dank des festen Exportmarktes für Bioethanol mit hoher CO2-Entlastung und 10 Mio. l Absatz im Desinfektionsmittelbereich.

Im Segment Frucht lag Agrana ergebnismäßig deutlich unter dem Vorjahr. Einerseits war die Performance im Fruchtsaftkonzentratgeschäft, bedingt durch die Vorjahresernte, schwächer, andererseits gab es COVID-19-bedingte Rückgänge im Fruchtzubereitungsgeschäft.

Höheres EBIT für Gesamtjahr erwartet

Auf Basis der vor dem Auftreten von COVID-19 erfolgten Planungen rechnete die AGRANA-Gruppe für das Gesamtjahr 2020/21 mit einem deutlichen Anstieg beim Konzern-EBIT. Diese Prognose steht nach wie vor unter dem Vorbehalt der aktuell nicht quantifizierbaren wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie des weiteren Verlaufes der COVID-19-Pandemie.

Das Investitionsvolumen des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2020/21 rund 73 Mio. € und wird deutlich unter dem Abschreibungsniveau von rund 120 Mio. € liegen. Die Hauptinvestition stellt das Projekt Betainkristallisation der Beta Pura GmbH dar. Gemeinsam mit dem amerikanischen Joint Venture Partner (The Amalgamated Sugar Company LLC) werden am Standort Tulln (NÖ) rund 37 Mio. € in die Veredelung von Nebenprodukten aus der Zuckerproduktion investiert. Der Inbetriebnahme erfolgt im heurigen August.


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