Weizen: Ernteeinbußen zu befürchten

Gravierende Ertragseinbußen sind, laut BauernZeitung heuer bei Weizen zu erwarten. Vor allem im Osten Österreichs gab es eine Reihe von negativen Einflüssen. Eine schwache Herbstentwicklung, Winterschäden bei manchen Sorten, gebietsweise ausgeprägte Trockenheit, Spätfrost und Infektionen durch Viruserkrankungen sind als Gründe zu nennen.

(Bildquelle: )

Zu wenig Niederschlag vom Herbst bis ins Frühjahr gab es im Weinviertel, im Wiener Becken und im Nordburgenland.  Laut DI Michael Oberforster von der AGES hatte dies eine Rückbildung der Blütenanlagen zur Folge.Erkennbar sei dies an weißlichen und verkümmerten Ährenspitzen.Die Temperaturen von bis zu minus 6 Grad in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai hinterließ beim Weizen nicht so deutliche Spuren wie bei Wintergerste. Beim Weizen äußerte sich der Spätfrost oft in partieller Weißährigkeit.

Viruserkrankungen machen Weizen zu schaffen

Erste Meldungen von in der Blattscheide stecken gebliebenen Ähren gab es in der letzten Maidekade. Mittlerweile treten solche Symptome geschätzt auf einigen zehntausend Hektar Winterweizen auf. Besonders im Weinviertel sind manche Schläge massiv geschädigt. Aktuell wird der Weizenverzwergungsvirus vermutlich von einer kleinen und schwierig zu bekämpfenden Zikade übertragen.

Stark infizierte Felder sind durch eine leuchtende Gelbfärbung der Fahnenblätter gekennzeichnet. Der charakteristische Zwergenwuchs fehlt, demnach dürfte die Infektion laut dem Experten nicht im Herbst, sondern im März oder April erfolgt sein. Da eine virusbefallene Pflanze schwächer wurzelt, leidet sie mehr unter Wassermangel. Bei der Weizenfrühsaat findet sich mitunter die viröse Gelbverzwergung. Beide Viren gelangen nicht ins Erntegut, eine Verwendung als Backweizen, Ethanolweizen oder Saatgut sei laut Oberforster möglich.

 

 

Artikel geschrieben von

Gerl Sigrid

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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