Wintergemüse-Saison hat begonnen

Kraut, Brokkoli oder Karfiol aus Österreich gibt es jetzt zu kaufen. Mit diesen regionale Gemüsesorten kommen Sie vitamin- und abwechslungsreich durch die kalte Jahreszeit.

Gemüsebauer Christoph Greinecker präsentiert Wintergemüse wie Kraut, Brokkoli und Karfiol von seinen Feldern. (Bildquelle: LK OÖ )

"Die kalten Wintermonate Dezember, Jänner und Februar stehen bevor, doch davon merkt man wenig, wenn man vor den vorwiegend mit ausländischem Sommergemüse befüllten Regalen in den Supermärkten steht. Die oberösterreichischen Gemüsebauern haben es trotz erschwerter Bedingungen geschafft, eine bunte Vielfalt an Herbst- und Wintersorten zu ernten und haben dieses auf Lager gelegt, verweist Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer (LK) Oberösterreich, auf das große heimische Angebot an vitaminreichem Gemüse für die kalte Jahreszeit.

Schwieriges Jahr für die Gemüsebauern

2018 hat den OÖ Gemüseproduzenten viel abverlangt. Der Jahrhundertsommer forderte selbst erfahrene Produzenten in ihrer Fachkompetenz und körperlichen Ausdauer. Die zusätzliche Bewässerungsarbeit und die Kosten dafür bilden den Wermutstropfen in einem grundsätzlich zufriedenstellenden Erntejahr. Die positive Seite dieses eigentlich südländischen Produktionsklimas ist die ausgezeichnete Qualität des heimischen Wintergemüses, so Grabmayr. Dafür sorgen in Oberösterreich 170 Betriebe auf zusammen 1.750 ha, womit sich die erwerbsmäßige landwirtschaftliche und gärtnerische Gemüsefläche im vergangenen Jahrzehnt trotz des enormen internationalen Drucks auf hohem Niveau halten konnte. Auch die Zahl der Erzeugerbetriebe ist in diesem Zeitraum stabil geblieben.

Die Anbauschwerpunkte für Wintergemüse liegen bis dato deutlich bei den Kohl- und den Wurzelgemüsearten. Innerhalb Österreichs sind die oberösterreichischen Erzeuger beim Anbau von Lager- und Sauerkraut (273 ha), Karotten (95 ha), Roten Rüben (70 ha), Sellerie (43 ha), Speisekürbis (84 ha) und Erdäpfeln (790 ha) marktführend beziehungsweise marktbedeutend. Zu den Hauptsorten gesellen sich in unterschiedlicher Ausprägung zahlreiche Spezialitäten und Raritäten, welche neben dem Lebensmitteleinzelhandel besonders in der Direktvermarktung angeboten werden.

Heute war Start für die Wintergemüse-Saison in der LK OÖ mit (v.l.) Ewald Mayr, Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ, Bio-Gemüsebäuerin Gabriele Wild-Obermayr und LK-Vizepräsident ÖR Karl Grabmayr. (Bildquelle: LK OÖ)

Bioproduktion und strenge externe Kontrollen

Die oberösterreichischen Gemüsebauern produzieren zu 100% nach den strengen AMAG.A.P.-Richtlinien beziehungsweise den AMA-Bio-Richtlinien. Der Anteil des Biogemüseanbaus liegt aktuell bei 22% der Anbaufläche (390 ha) - Tendenz steigend. Regelmäßige Aufzeichnungen, Schulungen und Betriebsevaluierungen gehen mit mehreren Betriebskontrollen jährlich hinsichtlich Düngung, Pflanzenschutz, Bewässerung, Hygiene, Beschäftigung von Fremdarbeitskräften und Warenfluss am Markt einher.

Angebot und Nachfrage: Konsument und Produzent im Schulterschluss

Zu Saisonbeginn sind die ersten Erntemengen aus heimischer Produktion traditionell gering. Deshalb findet man im Supermarkt oft noch Frischgemüse aus südlicheren Ländern, welches das heimische Angebot in der Startphase häufig bremst. Der 'aktive' Konsument, der regionale Ware bevorzugt, kann durch Nachfragen eine schnellere Umstellung in den Regalen auf ebendiese unterstützen. Wir freuen uns über die Meinungen unserer Kunden und tauschen uns über Facebook (www.facebook.com/gemueselust) gerne mit ihnen aus, so Ewald Mayr, Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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