EU-Parlament will Schutzstatus der Wölfe überprüfen lassen

Bernhuber/Schmiedtbauer: "Erfolg für den ländlichen Raum"

Die EU-Abgeordneten Simone Schmiedtbauer und Alexander Bernhuber begrüßen die Entscheidung des EU-Parlaments. "Der Schutzstatus der Wölfe muss abgeschwächt werden!" ​

„Die Mehrheit im Europaparlament unterstützt einen deutlichen Weckruf an die EU-Kommission zum Thema Wolf. Der Schutzstatus der Wölfe muss überprüft werden. Damit hat sich erfreulicherweise eine Mehrheit im Europaparlament unserer Position angeschlossen und sich im Sinne unserer heimischen Landwirtschaft und des gesamten ländlichen Raums für eine Überprüfung des strengen Schutzes von Wölfen und gegen eine unkontrollierte Ausbreitung ausgesprochen“, sagen die ÖVP-Europaabgeordneten Simone Schmiedtbauer und Alexander Bernhuber.

„Die heutige Abstimmung war ein klarer Erfolg für die heimische Landwirtschaft. Wir betonen in unserem Forderungskatalog, dass der gute Erhaltungszustand des Wolfs auf gesamteuropäischer Ebene eine Abschwächung des Schutzstatus rechtfertigt. Damit hat die Stimme der Vernunft und der Wissenschaft gesiegt. In Österreich haben die Wolfsattacken im letzten Jahr um 230% zugenommen. Die damit einhergehenden Verluste, emotionalen Belastungen und das große Tierleid durch Wolfsangriffe werden in dem heute beschlossenen Text endlich anerkannt. Jetzt müssen konkrete Schritte von der EU-Kommission noch in dieser Legislaturperiode, vor 2024, folgen.“, fordert ÖVP-Landwirtschaftssprecherin Simone Schmiedtbauer.

ÖVP-Umweltsprecher Alexander Bernhuber verweist auf die Stimmen der Grünen, NEOS und SPÖ im Europaparlament, die sich gegen eine Neubewertung des Schutzstatus ausgesprochen haben: „Heute hat sich klar gezeigt, wer die Anliegen im ländlichen Raum ernst nimmt und wer nicht. Eine wissenschaftliche Neubewertung des Schutzstatus ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt für die heimischen Bauernfamilien und den gesamten ländlichen Raum. Es ist bedauerlich, dass es hier keinen gemeinsamen Schulterschluss mit anderen Parlamentsparteien gibt. Umso erfreulicher ist es, dass wir trotzdem im Plenum eine Mehrheit gefunden haben. Jetzt ist die Kommission am Zug. Wir brauchen ein vernünftiges und praxistaugliches Wolfsmanagement. Das muss die Kommission jetzt liefern.“

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