40 Jahre Bio-Verband in Österreich

1979 gründeten Bäuerinnen und Bauern aus mehreren Bundesländern den "Verband organisch-biologisch wirtschaftender Betriebe Österreichs" – und damit einen Vorläufer des heutigen Bio-Verbandes Bio Austria. Das 40. Jubiläum wurde am Bio-Betrieb der Familie Kletzmayr in St. Marien (OÖ) gefeiert.

Gruppenbild

Es gratulierten und feierten u.a. (von links nach rechts): Johannes Fankhauser (BMNT), Ferdinand Lembacher (LKÖ), Hannes Tomic (1. Obmann von Bio Austria), Gertraud Grabmann (aktuelle Obfrau Bio Austria), Ministerialrat a.D. Alois Posch (1. Leiter der 1989 gegründeten Abt. Biologische Landwirtschaft im damaligen BMLFUW), Martin Kappel (Sprecher von Bio Austria-Next Generation und Enkel des Gründungsmitglieds Franz Kappel), Andrä Rupprechter (Landwirtschaftsminister a.D.) - (Bildquelle: Spanring)

Rund 350 Gäste aus ganz Österreich feierten den 40. Jahrestag der Biovertreteung in Österreich. Darunter zahlreiche Pionierinnen und Pioniere sowie Gründungsmitglieder des Bio-Verbandes aus allen Bundesländern.

Auch zahlreiche Wegbegleiter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren gekommen. Unter ihnen der Leiter der Sektion Landwirtschaft im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Johannes Fankhauser, LKÖ-Generalsekretär Ferdinand Lembacher, Landwirtschaftsminister a.D. Andrä Rupprechter sowie Kammerdirektoren und Kammerfunktionäre.

Einst belächelte "Spinner", heute anerkannte "Pioniere"

"Der gemeinsame Einsatz der Pionierinnen und Pioniere des Bio-Landbaus, ihre Hartnäckigkeit und ihre Überzeugung haben den Weg geebnet für vieles, was heute als selbstverständlich erachtet wird. Der Zusammenschluss dieser Biobäuerinnen und Biobauern zu einem Verband war das Fundament für die gute Entwicklung von Bio in Österreich. Ohne Verband hätte die Bio-Landwirtschaft wohl auch nicht die Anerkennung erfahren, die ihr heute weitgehend entgegengebracht wird", würdigte Gertraud Grabmann, Obfrau von Bio Austria, die Rolle der Gründungsmitglieder des Bio-Verbandes.

Festredner Rupprechter

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter sprang kurzfristig als Festredner für den erkrankten EU-Kommissar Dr. Franz Fischler ein und hielt eine launige Rede auf das nun "erwachsene Kind" namens Bio. Insbesondere hob er dabei das Zusammenwirken von Politik und Bio-Verband hervor, das auch eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung der Bio-Landwirtschaft in Österreich gewesen sei.

Rupprechter beleuchtete in einer Rückschau auch wichtige Meilensteine - von der erstmaligen Festschreibung von Richtlinien zum biologischen Landbau im Österreichischen Lebensmittelbuch „Codex Alimentarius Austriacus“ Ende der 1980er-Jahre über die Etablierung der Abteilung für biologischen Landbau im Ministerium im Jahr 1989 bis hin zur Gründung des Dachverbandes Bio Austria im Jahr 2005.

Auch der heutige Landwirtschafts-Sektionschef Johannes Fankhauser betonte die gute Zusammenarbeit hinsichtlich der Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft und hob die wesentliche Rolle von Bio Austria in der Bildung und Beratung hervor. Zudem nannte er Maßnahmen seitens der Politik, die zur Stärkung des Bio-Landbaus in Österreich geführt haben, und die 2001 ins erste Bio-Aktionsprogramm des damaligen Landwirtschaftsministeriums gemündet sind.

Unterhaltsames Rahmenprogramm

Gefeiert wurde noch bis spät in die Nacht. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Familien-Band "Leinöl". Die Improvisationsheater-Truppe "Die Zebras" würdigte die Biolandwirtschaft in kurzen Sketches.

Für das leibliche Wohl sorgten viele Erzeugnisse direktvermarktender Biobäuerinnen und Biobauern sowie die Cateringsfirma "Chef Partie".


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