Bio in Kärnten weiter im Aufwind

Die Zahl der Biobetriebe stieg 2018 in Kärnten wieder an. 1.813 Betriebe (+2,5 %) bewirtschaften knapp 35.500 biologische Fläche. Insgesamt wurden damit im Vorjahr ca. 24,5 % der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet – 18 % der Ackerfläche und mehr als ein Viertel des Grünlandes in Kärnten.

Ein Viertel des Grünlandes in Kärnten wird biologisch bewirtschaftet. (Bildquelle: top agrar )

„Kärntens Strategie zur Steigerung des Bioflächen-Anteils trägt Früchte“, kommentieren LK-Präsident Johann Mößler und Bio Austria-Landesobmann Johann Kreschischnig die aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT)  zur Entwicklung des Biosektors in Kärnten. Die Zahl der Bio-Betriebe stieg demnach von 2017 auf 2018 auf 1.813 Betriebe (+2,5 %), während die biologisch bewirtschaftete Fläche im selben Zeitraum um rund 1.300 Hektar auf knapp 35.500 Hektar angewachsen ist. Das entspricht einer Steigerung von 3,6% Prozent bzw. der Größe von rund 3.180 Fußballfeldern. Insgesamt wurden damit im Vorjahr ca. 24,5 % der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet – 18 % der Ackerfläche und mehr als ein Viertel des Grünlandes in Kärnten.

Für LK-Präsident Mößler ist der positive Trend ein „Ergebnis der ökosozialen Ausrichtung der Kärntner Agrarpolitik“, die den Biosektor in vielfacher Weise unterstütze. Einen zentralen Erfolgsfaktor sieht Mößler in der Bündelung der Bildungs- und Beratungsmaßnahmen für Biobauern und Neueinsteiger im Kärntner Biozentrum, einer Kooperation der Landwirtschaftskammer Kärnten mit Bio Austria Kärnten. „Diese Kooperation wollen wir fortsetzen und Bio in Kärnten entsprechend der Nachfrage weiterentwickeln“, erklärt Mößler.

30% Bioanteil in Kärntner Küchen der öffentlichen Hand

Bio Austria-Landesobmann Kreschischnig sieht die Nachfrageentwicklung der Konsumenten nach regionalen Bio-Lebensmitteln weiterhin sehr positiv. Leider folge die Außer-Haus-Verpflegung zum großen Teil noch nicht diesem Trend. „Wir fordern von der Kärntner Landesregierung, endlich den Landtagsbeschluss vom Juni 2014 umzusetzen, der für alle Küchen der öffentlichen Hand einen Bio-Anteil von 30 % ab dem Jahre 2018 vorschreibt“, streicht Kreschischnig die Rolle der Politik für die zukünftige Entwicklung im Biosektor hervor.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Droht jetzt Verbot der Vollspaltenböden?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen