Anteil von 77% erneuerbare Energien bis 2050 ist möglich

Mehr als drei Viertel aller Energien könnten nach einer Studie des Weltklimarates IPCC im Jahr 2050 aus alternativen Quellen stammen. Voraussetzung sind optimale politische Bedingungen und hohe Investitionen für erneuerbare Energien.

Das geht laut aus einem aktuellen Report des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hervor, dessen Hauptergebnisse heute in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentiert wurden. Für den Bericht hatten 120 Forscher den Stand der Literatur zusammengefasst. Der Report des IPCC ist zukunftsweisend und bestätigt den Weg, den ich für Österreich einschlagen will, nämlich die Energieautarkie , stellte Umweltminister Nikolaus Berlakovich dazu fest. Die modernen regenerativen Energieformen werden laut Report immer günstiger und haben starke Zuwachsraten. Der IPCC hat 164 Zukunftsszenarien berechnet, die verschiedene politische und wirtschaftliche Ausgangsdaten hatten und vier beispielhafte davon genauer analysiert. Das Ergebnis: Auch in rund 40 Jahren kann die Menschheit nicht völlig auf Kohle, Gas und Erdöl verzichten. Je nach Unterstützung durch Politik und Wirtschaft könnten die Erneuerbaren im Jahr 2050 einen Anteil von bis zu 77% erreichen. In den vier beispielhaften Szenarien gingen die Forscher für den Zeitraum 2011 bis 2020 von Investitionen in Höhe von USD 1.360 bis 5.100 Mrd. (EUR 938 bis 3.517 Mrd.) aus. Für das folgende Jahrzehnt waren es USD 1.490 bis 7.180 Mrd. Das Geld müsse aus einem weiten Spektrum an Finanzquellen von Politik und Wirtschaft kommen. Laut IPCC werden die Kosten für die erneuerbaren Energien jedoch nicht höher sein als 1% des weltweiten Bruttosozialproduktes. Derzeit würden die künftigen Gewinne der Erneuerbaren oftmals zu wenig in die Kalkulationen einbezogen. Zudem würden die Nebenkosten der fossilen Energien wie Erderwärmung und Gesundheitsschäden zu gering angesetzt, so die Wissenschafter. Technisch könnten 560 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) Kohlendioxid mit regenerativen Energien eingespart werden, um die Erderwärmung zu begrenzen , sagte Mitautor Sven Teske mit Blick auf den Jahresausstoß 2050.

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