Neuer Dachverband "Erneuerbare Energien Österreich"

"Erneuerbare Energie Österreich" heißt der neue Dachverband von sieben österreichischen Organisationen aus diesem Bereich. Die am Freitag erfolgende formale Gründung verspricht eine wichtige Weichenstellung für die Österreichische Energiepolitik, heißt es dazu in einer Aussendung des Verbandes.

Josef Plank: "Wir brauchen endlich ein Allianz der Vernünftigen." (Bildquelle: )

Der designierte Präsident von Erneuerbare Energie Österreich ist DI Josef Plank, zugleich Geschäftsführer der Renergie Raiffeisen Managementgesellschaft für erneuerbare Energie GmbH. Der frühere Agrarlandesrat von Niederösterreich soll am Freitag von den Mitgliedsverbänden gewählt werden. Die Gründungsorganisationen sind im Einzelnen: Österreichischer Biomasse-Verband,IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich,  Photovoltaik Austria, Austria Solar, ARGE Kompost und Biogas und pro pellets Austria.Schon jetzt repräsentieren diese im Strombereich rund 70 % des österreichischen Verbrauchs, im Wärmebereich sind es 30 %. Wir müssen uns rechtzeitig auf eine stabile und unabhängige Energieversorgung aus heimischen, erneuerbaren Ressourcen stützen können. Wir dürfen also keine Zeit verlieren, die Erneuerbare Energie in ausreichendem Maße zu schaffen. Der Verband Erneuerbare Energie Österreich sieht das als sein Hauptziel, so Josef Plank. Der Bundesverband sieht sich als Katalysator, Ideenpool und Kompetenzzentrum zur Unterstützung einer umfassenden und professionellen Umstellung des Energiesystems in Österreich, die man jetzt mit noch mehr Nachdruck ansteuern muss."

Kein umfassender strategischer Ansatz in österreichischer Politik

Plank weiter: Wir müssen leider feststellen, dass ein umfassender strategischer Ansatz in der österreichischen Politik derzeit nicht zu erkennen ist. Diese neue Organisation hat auch zum Ziel, die politischen Entscheidungsträger durch die vorhandene Kompetenz zu unterstützen, und noch viele andere Vertreter der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft für diese ‘Allianz der Vernünftigen‘ an Bord zu bringen." In der täglichen Arbeit wird sich der Verband deshalb aktiv mit konkreten, wissenschaftlich gesicherten und ambitionierten Vorschlägen in die österreichische Energiepolitik einbringen. Dabei werden folgende Schwerpunkte verfolgt: Ein langfristig ausgelegtes Ökostromgesetz noch im Jahr 2011, spezielle Impulsprogramme auf Bundes- und Landesebene, steuerpolitische Lenkungsmaßnahmen, klares Priorisieren der Erneuerbaren Energie auch im Wärmebereich sowie Forschungs- und Entwicklungsimpulse -; ein Bündel von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ist zusätzlich entscheidend.

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