UN-Sitz für Erneuerbare Energie in Wien

Das Büro der Initiative "Erneuerbare Energie für alle" des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, wird seinen Sitz in Wien erhalten. Wie das österreichische Landwirtschaftsministerium kürzlich mitteilte, zeigte sich Ressortchef Nikolaus Berlakovich über diesen Erfolg hocherfreut.

UNO

(Bildquelle: )

„Österreich wird Sitz der Vereinten Nationen für erneuerbare Energie. Das zeigt einmal mehr die weltweite Vorreiterrolle, die Österreich im Bereich der erneuerbaren Energie hat“, bekräftigte Berlakovich. Er verwies darauf, dass mit dem Konzept der Energieautarkie für Österreich bereits eine Gesamtlösung erarbeitet worden sei. Bis zum Jahr 2050 sollten in Österreich die fossilen Energieträger vollständig zurückgedrängt werden, um eine nachhaltige Ökologisierung des Wirtschafts- und Energiesystems zu erreichen.

Die drei E´s der heimischen Energiepolitik

Dabei würden die drei wichtigsten Strategien für dieses Ziel das österreichische Triple-E bilden: Erneuerbare Energieträger, Energieeffizienz und Energiesparen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schaffe die Forcierung von Umwelttechnologien Chancen und Innovationsmöglichkeiten für den Standort Österreich, betonte Berlakovich. Darüber hinaus trage das Wachstum der Umwelttechnik maßgeblich zum Ausbau der „grünen“ Berufe bei. „Derzeit sind bereits knapp 210.000 Menschen im Umweltsektor tätig, jeder 20. Arbeitsplatz in Österreich ist ein Greenjob, hob der Minister hervor. Ihm zufolge sieht der Masterplan aus dem Jahr 2010 vor, dass bis 2020 weitere 100.000 Beschäftigte in dem Sektor Arbeit finden.

Der Bereich der erneuerbaren Energien besitzt dabei als Motor für diese dynamische Entwicklung eine Schlüsselrolle. Der gesamte Umsatz der Umweltwirtschaft belief sich zuletzt laut Ministeriumsangaben auf rund 34 Mrd. €, über ein Drittel davon entfiel auf erneuerbare Energie. Österreich muss unabhängig von teuren Energieimporten werden, denn Energieautarkie bringt Vorteile für Umwelt, Mensch und Wirtschaft, bekräftigte Berlakovich. (AgE)


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