Interforst: Trend zu stärkeren Maschinen hält an

Optimismus versprühten die Forsttechnik-Hersteller auf der 11. Interforst in München. Über 50.000 Besucher auf der Interforst machten deutlich, dass wieder Optimismus in die Forstbranche einkehrt. Die Highlights der Messe stellt nachfolgend Forsttechnik-Experte DI Wilfried Pröll vor:

Die LT20 Mobilsägen-Serie der Fa. Wood-Mizer GmbH aus Schletau (D) ist eine preiswerte "echte" Mobilversion. Es sind Sägen, die einfach angehängt, schnell aufgebaut und überall eingesetzt werden können. Die Motorleistung des Benzinmodells wurde auf 25 PS erhöht und hat damit die gleiche Leistungsfähigkeit wie der 11-kW- Elektromotor. Der 22 PS Dieselmotor hat durch das höhere Drehmoment eine noch größere Durchzugskraft als der Benzinmotor. www.woodmizer.deFür ihr "Stratos Easyglide" erhielt die Fa. Teufelberger, Wels OÖ den Innovationspreis auf der Interforst München 2010. Der Seilgleiter zeichnet sich durch geringes Gewicht aus, welches durch die Verwendung von hochfestem Kunststoff und einer Seilschlinge aus Uhmpe-Faser zur Aufnahme einer Verbindungslasche erreicht wird. Der große, asymmetrisch ausgeführte Seileinlauf mit großem Umlenkradius und auch guten Gleiteigenschaften reduziert das Abdrücken und Aufreiben des Seiles durch die Chokergleiter. Der Seilpuck hat weiters eine vertiefte Seilführung für quetschfreies Auflaufen der Seilgleiter. www.teufelberger.comDer "Splitmaster 30" der Fa. Posch, Leibnitz (Stmk.) ist mit längsgezogenem Traktor- oder mit Straßenfahrwerk erhältlich. Er ist für die Montage auf einem Krananhänger und zur Kranbeschickung vorbereitet. Das Gerät hat eine Spaltkraft von 30 t, einen Spalthub von 1,3 m sowie Autospeed-Funktion -; maximale Scheitlänge 1,25 m. Mit der hydraulischen Hebevorrichtung wird das Spaltgut in die Spaltposition gehoben. Das Spaltmesser mit Doppelschneidsystem spaltet bis zu acht Scheite in einem Arbeitsgang. www.posch.comDie Fa. Eschlböck aus Prambachkirchen in OÖ präsentierte auf der Interforst die Trommelhacker Biber 3, 5 und 7. Der Biber 7 (siehe Bild) bis 35 cm Holzdurchmesser, wird vor allem auch im Kleinprivatwald bzw. bei Forstbetriebsgemein-schaften eingesetzt.Die große Schwungmasse der Eschlböck Hacktrommel mit den acht paarweise versetzten Hackmessern garantiert leichtzügiges Arbeiten bei vergleichsweise geringer Antriebsleistung. Die serienmäßige, elektronische Einzugssteuerung ermöglicht kontinuierliches Arbeiten, auch mit kleinen Schleppern und erhöht den Durchsatz. Die leistungsfähige Hydraulikanlage und das starke Keilriemenvorgelege sorgen für kraftvollen Einzug. www.eschlboeck.atDie Motorseilwinde RM 20 präsentierte die Fa. Maxwald aus Ohlsdorf in OÖ. Die RM 20 hat eine Zugleistung von 1,7 t, ein Seilfassungsvermögen von 100 m und eine Motorleistung von 3,7 kW (5 PS). Sie hat eine Eigenmasse (Eigengewicht) von 40 kg und die Maße LxBxH von 800 x 400 x 400 mm. Weiters zeigte Maxwald auch das Seilwinden-Modell "M2000-Premium" auf einem Traktor u.a. mit den Funktionen Seilspulvorrichtung, Hydraulische Seileinlaufbremse und Seilausstoß. www.maxwald.comJosef Konrad von der Konrad Forsttechnik GmbH, aus Oberpreitenegg (Ktn.) stellte den Bodenlaufwagen Pully vor. Laufwagen deshalb, weil er an einem Bodenseil läuft. Die Anlage hat kurze Montagezeiten, keinen aufwändigen Stützenbau, das Gerät ist geländeunabhängig und fährt mit geringem Vorspann. Der sumpftaugliche Pully ist funkferngesteuert und hat Streckenautomatik und einen Doppelausschubkran mit einer Reichweite von 6 m und einem Schwenkbereich von 330°. Eine Boogieachse stabilisiert das 6-rädrige Gerät. www.forsttechnik.at Ekkehard Debnar vom KWF hat diesen Prüfstand für Forstseilwinden Typ "Ribade" entwickelt. Auch dieser Prüfstand erhielt den Innovationspreis auf der Interforst. Mindestens einmal im Jahr müssen Unternehmer ihre Forstseilwinden sicherheitstechnisch überprüfen lassen. Mit diesem Prüfstand ist die Prüfung auf jedem Betrieb möglich. Hierbei werden die maximale Seilzugkraft, die Bremsüberschneidung und die Bremskraft der Winde ermittelt und ein elektronisches Prüfprotokoll erstellt.Der Chippo 5010 C "direct" von Komptech in Kühau bei Frohnleiten (Stmk.) ist als Aufbauvariante konzipiert. Er erreicht eine Durchsatzleistung bis zu 220 Schüttraummeter pro Stunde. Der Mobilhacker wird von einem 356 kW (484 PS)-starken LKW-Motor angetrieben. Dabei überträgt ein Spezialgetriebe die Leistung des MAN-Motors nahezu verlustfrei an das aufgebaute Zerkleinerungsaggregat und stellt sicher, dass die erzeugte Kraft dort ankommt, wo sie benötigt wird. Das aktive Einzugssystem des Chippo besteht aus einem großen Aufgabetisch mit Kettenband, einer Übergabewalze sowie zwei horizontal und vertikal angeordneten Einzugswalzen. Dank der 1050 Millimeter breiten, offenen Trommel besitzt der Chippo 5010 C eine großdimensionierte Einlassöffnung von 750 x 1000 mm und nimmt Stammholz bis 750 mm Durchmesser auf. www.komptech.com

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Interforst, Optimismus, Chippo, stellt, erhöht, erhielt, eingesetzt, Seilgleiter, Teufelberger, Motorleistung

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