Borkenkäfer: Was jetzt noch hilft Plus

In vielen Regionen droht heuer eine Invasion der Borkenkäfer. Um gegenzusteuern, sind Kontrolle, Waldhygiene und das Entfernen von bruttauglichem Material das Gebot der Stunde. Was hilft sonst noch?

Die in unseren Regionen bedeutendsten Fichtenborkenkäfer, der Buchdrucker und der Kupferstecher, beginnen ihren Flug im Frühjahr ab Temperaturen von 16 °C. Sie bevorzugen geschwächte oder durch Trockenheit gestresste Bäume. Alles Voraussetzungen, die aktuell gegeben sind. Die Käfer legen ihre Eier unter der Rinde ab.

Der geschwächte oder kränkelnde Baum sendet spezifische Duftstoffe aus, die die Borkenkäfer (männliche Pionierkäfer) anlocken. Diese senden wiederum Sexualduftstoffe aus und locken die weiblichen Käfer an. Die Entwicklungsdauer von der Eiablage bis zum Ausflug der Jungkäfer der ersten Generation dauert witterungsabhängig zwischen 6 bis 8 (10) Wochen.

Frühjahrs-Bekämpfung ist A&O

Durchschnittlich zwei bis drei Wochen nach erfolgreicher Brutanlage verlassen die Altkäfer das Brutsystem und legen so genannte Geschwisterbruten an. Können in diesem kurzen aber kritischen Zeitraum befallene Stämme rechtzeitig abtransportiert und im Sägewerk entrindet werden, wird eine Massenvermehrung stark reduziert.

Aus einem Brutpaar können sich 50 bis 80 Jungkäfer entwickeln. Ein einziger fängischer Baum kann von mehr als 1000 Weibchen belegt werden. Daraus wird die explosionsartige Massenvermehrung über die Sommermonate deutlich. Jeder einzelne Baum zählt. Die erfolgreiche Bekämpfung des Frühjahresbefalls ist für eine Massenvermehrung entscheidend.

Witterungsbedingte Unterschiede in Österreich haben im Vorjahr sehr eindrucksvoll diesen wichtigen Faktor erkennen lassen. In der Steiermark hat im Vorjahr ein warmer und relativ trockener...

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