Ein kleiner Profi mit großer Leistung

(Bildquelle: topagrar.at)

Ende Februar hat Husqvarna in Fuschl die neue Generation ihrer kleinsten Profisägen vorgestellt. Zuvor hat Forstunternehmer Peter Schröck die XP 550 G Mark II bereits für top agrar Österreich getestet.

Durch die höhere Leistung kann ich die 550 XP für einen größeren Einsatzbereich nutzen“, resümiert Peter Schröck. „Ich habe sie bis ins Starkholz hinein eingesetzt. Somit könnte ich vielleicht sogar die nächstgrößere 60-cm3-Säge einsparen.“

Der Forstunternehmer aus Anger in der Oststeiermark weiß, wovon er spricht. Denn Schröck, der heuer sein 30-jähriges Betriebsjubiläum feiert, setzt schon seit jeher auf die Sägetechnik von Husqvarna. Für den Test haben er und seine Mitarbeiter im Februar zwei Sägen des Typs 550 XP Mark II etwa eine Woche lang im Einsatz getestet. Knapp 100 fm Holz haben sie in den Wäldern der Forstverwaltung Thannhausen geschlägert, und zwar Buchen und Fichten.

Mehr Luft, mehr Kühlung:

Von der Optik her fällt bei der Mark II im Vergleich zum Vorgänger zunächst ihr etwas bauchigeres Gehäuse auf. Das liegt an dem neuen Filter Design. Der Filter verfügt laut Hersteller über mehr Kapazität und die neue Air Injection-Version. Zum Reinigen lässt sich der Filter übrigens durch Lösen einer Schraube ganz leicht herausnehmen.

Weiters fällt auf, dass Husqvarna die Belüftung des Motors überarbeitet hat, um den Zylinder besser zu kühlen. Diesem Ziel dient auch eine zusätzliche, gekühlte Flanschfläche im kritischen Bereich. Unterm Strich wird der Kühlluftstrom laut Hersteller um 13 % erhöht und damit die Motortemperatur entsprechend gesenkt. Dies kann Forstprofi Schröck nach dem Testeinsatz bestätigen: „Nach unseren Erfahrungen ist die Kühlung bei der neuen Säge deutlich besser als beim Vorgänger.“

Die Mark II ist mit 5,3 kg bzw. 5,5 kg (mit Griff- und Vergaserheizung) um 400 g schwerer geworden. Doch sowohl Mehrgewicht als auch das etwas größere Gehäuse wirken sich nicht negativ auf das Handling aus. Die XP 550 ist laut Schröck gut ausbalanciert und einfach in der Handhabung − und dies gelte sowohl fürs Fällen als auch fürs Entasten. „Von der Vibration her ist sie mit der Vorgängerin vergleichbar“, so Schröck.

Beim Kaltstart braucht die neue Säge laut dem Forstprofi „3, 4 Sekunden, bis sie auf Vollgas ist“. Praktisch ist gerade in den Wintermonaten die beim Modell G verbaute Griff- und Vergaserheizung. Aufpreis dafür ca. 50 €, die gut investiert sind. Wenn die Säge warm ist, springt die Mark II immer sofort an und sie spielt ihre großen Stärken aus. „Von der Beschleunigung und der Schnittleistung her ist die Säge wirklich top“, berichtetet Schröck. „Selbst bei stärkerem Holz bis 50 cm Durchmesser haben wir kaum einen Kraftverlust festgestellt.“ Mit 3 kW (4,1 PS) ist die neue Säge um 0,3 PS stärker als die 550 XP. Laut Husqvarna hat die Mark II gegenüber dem Vorgängermodell eine um 15 % höhere Schnittkapazität. D. h. sie schneidet um soviel schneller durchs Holz.

Das Plus an Leistung ist nach den Testerfahrungen Schröcks mit einem leicht höheren Verbrauch verbunden. Ohne es genau gemessen zu haben, ­beziffert Schröck den Mehrverbauch an 1 : 33 Gemisch mit bis zu 5 %.

Weitere positive Details der Säge: Den Einfüllstutzen für das Kettenöl hat Husqvarna vergrößert. Er ist jetzt genauso groß wie der Stutzen für den Sprit. Damit ist es bequemer, Öl einzufüllen. Hilfreich ist auch die farbliche Fällmarkierung auf dem Starterblock. Sie ist in das Plastik gegossen. Schröck: „Damit wird das Fällen noch präziser. Die zusätzliche Fällmarkierung parallel zur Schienenführung bietet eine wertvolle Unterstützung bei horizontalen Schnitten.“

Sägeschwert aus Alu:

Die Mark II 15" wird vom Hersteller serienmäßig mit der 38 cm X-Force-Schiene und der X-Cut-Kette ausgestattet. Die Schienen sind aus Aluminium gefertigt. Vorteil: Sie sind leichter als die Metallschienen.

Im Unterschied zu den früheren Zukauf-Sägen, die teilweise verklebt waren, sind die von Husqvarna selbst gefertigten X-Force-Schienen auch verschweißt. Forstunternehmer Schröck hat beim Test auch ein eigenes 45-cm-Schwert verwendet. Dabei hat er festgestellt, dass die 550 XP Mark II „aufgrund der hohen Leistung mit diesem Schwert auch absolut problemlos zurecht kommt“.

Fazit für Peter Schröck: „Die neue 550 XP Mark II ist aufgrund ihrer ausgezeichneten Schnittleistung bestens geeignet für einen großen Einsatzbereich − halt ein kleiner Profi mit großer Leistung.“

Jetzt Beitrag zum Drucken herunterladen

Artikel geschrieben von

top agrar Österreich

Schreiben Sie top agrar Österreich eine Nachricht

Millionen-Kreditvergabe für MHP-Konzern vorerst vertagt

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen