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Spürhunde überführen den Borkenkäfer

Borkenkäferschäden nehmen zu, besonders nach trockenen, heißen Sommern. Spürhunde können zu einer schnelleren Früherkennung des Befalls beitragen. Ein Beitrag von Dr. Bea Maas (Ökologin), Department für Botanik und Biodiversitätsforschung an der Universität Wien sowie Dr. Leopold Slotta-Bachmayr, selbstständiger Wildtierbiologe und Hundetrainer.

Immer größer werden die Schäden durch Borkenkäfer in unseren Wäldern. Hoffnung für ein verbessertes Management befallener Fichtenbestände gibt der vermehrte Einsatz spezialisierter Spürhunde.

Verbesserte Früherkennung

Den größten Teil der Schadholzmenge verursachen Käferarten wie der Buchdrucker und der Kupferstecher an Fichten. Der Schaden wird häufig erst durch braune Verfärbung der Nadeln deutlich sichtbar. Für eine effektive Bekämpfung ist es dann schon zu spät. Das frühere Erkennen eines Befalls ist für den Menschen nur durch die aufwändige Suche nach Bohrmehl und Harztropfen an einzelnen Bäumen möglich. Einen wertvollen Beitrag zur Früherkennung können spezialisierte Spürhunde leisten. Sie erkennen kleinste Mengen von Duftstoffen, die der Käfer abgibt. Das ist für Spürhunde auch im Winter möglich, sogar bei leichter Schneedecke. Die Hunde werden auf das Erkennen bestimmter Gerüche trainiert, die spezifisch für Buchdrucker und Kupferstecher sind.

Sie lernen ihr angeborenes Talent für Nasenarbeit zu nutzen, um systematisch Waldgebiete nach diesem Geruchsbild abzusuchen. Wenn Sie den Geruch erkennen, zeigen sie den HundeführerInnen den Fund durch Verbellen oder Aufstellen am Baum an und bekommen dafür eine Belohnung. Eingespielte Spürhundeteams können so viel Zeit...