Interessenvertreter zum neuen Waldfonds

"350 Mio. € für die Unterstützung der aktiven Waldwirtschaft"

„Das Maßnahmenpaket des Waldfonds hilft punktgenau dort, wo es benötigt wird: Unterstützung bei Wiederaufforstung, Waldpflege, Waldbrandprävention, Forstschutz oder auch die Errichtung von Nass- und Trockenlager", erklärte Felix Montecuccoli, Präsident der Land & Forstbetriebe bei einem Besuch einer Schadfläche am Betrieb von Forstwirt Sepp Eder in Hofamt Priel. Bauernbundpräsident Georg Strasser meinte: „Mit den Investitionen in die Forstwirtschaft bekommen Waldbäuerinnen und Waldbauern Anreize, in klimafitte Wälder und langfristig in mehr Klimaschutz zu investieren.“

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Forstwirt Sepp Eder zeigt BB-Präsident Georg Strasser die vom Borkenkäfer verwüstete Fläche. (Bildquelle: Altmann)

"Die Forstschäden-Thematik betrifft das ganze südliche Waldviertel", hob Georg Strasser beim Besuch einer durch den Borkenkäfer geschädigten Fläche am Betrieb von Sepp Eder in der Gemeinde Hofamt Priel hervor. Eder bewirtschaftet einen Betrieb mit insgesamt 20 ha, Mastschweinehaltung und Mostheurigem.

60 % Schadholz in ganz Österreich

2019 hat der Borkenkäfer in einem 3 ha großen Fichtenbestand Eders gewütet und knapp die Hälfte davon vernichtet. Österreichweit waren 2019 über 60 % der gesamten österreichischen Holzernte Schadholz. „Diese riesigen Schadholzmengen müssen uns ein Warnsignal sein. Diese Schadholzmengen zeigen die schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels in unseren Wäldern. Es verwundert nicht, dass Waldbauern nicht mehr von den Einnahmen aus der Forstwirtschaft leben können und so die nachhaltige Waldbewirtschaftung gefährdet ist", mahnte Strasser.

Auch Forstwirt Eder hat bisher keine Maßnahmen auf der zerstörten Fläche ergriffen: "Ich wollte erst einmal abwarten, ob auf dem betroffenen Stück vielleicht eine Naturverjüngung Fuß fasst", beschreibt er, warum er bisher noch keine neuen Bäume nachgesetzt hat. Jetzt ist er froh darüber, denn somit kann er die Mittel aus dem seit 1. Februar zugänglichen Waldfonds in Anspruch nehmen.

Seit Montag stehen den heimischen Waldbäuerinnen und Waldbauern sechs von zehn Maßnahmen mit einem Volumen von 200 Mio. € aus dem Waldfonds zur Verfügung. "Wir investieren jetzt in unsere Wälder und somit in die kommenden Generationen“, sieht Strasser die Investitionen vor allem der jungen Generation zugutekommen.

"Jeder der 350 Mio. € ist gut investiert"

"Das Gesamtpaket für den unter dem Klimawandel stark leidenden Forst- und Holzsektor umfasst 350 Millionen Euro. Diese Unterstützung wird dringend gebraucht, um eine nachhaltige, klimafitte und enkeltaugliche Land- und Forstwirtschaft in Österreich aufrecht zu erhalten. Jeder Euro dieses Pakets ist gut investiert – in die Zukunft der Wälder, unseres Klimas und unserer Enkelkinder“, ist Felix Montecuccoli überzeugt.

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"In einen klimafitten Wald gehört eine gute Mischung aus großen und kleinen Bäumen", erklärte Felix Montecuccoli. Dazu gehören seiner Meinung nach u.a. auch Eichen, Buchen und Linden. (Bildquelle: Altmann)

„Im Unterschied zu Förderungen in anderen Ländern ist dies kein Zuschuss zum Requiem für tote Wälder, sondern eine wertvolle und wirksame Unterstützung für eine aktive und klimafitte Waldbewirtschaftung", erklärte Montecuccoli weiter. "Es freut mich, dass sich Bundesministerin Elisabeth Köstinger für die heimischen Waldbesitzer so stark gemacht hat, denn eine aktive und nachhaltige Forstwirtschaft ist im Kampf gegen den Klimawandel, für die Sicherung der Zukunft unserer Wälder und der nachkommenden Generationen von wesentlicher Bedeutung!“

Alle Einzelheiten zu dem Waldfonds finden Sie hier.


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