Borkenkäfer: Achtung Ausflug beginnt!

Die Borkenkäfer stehen derzeit unmittelbar vor dem ersten Ausfliegen aus den Überwinterungsquartieren. Deshalb ist ab nun wieder eine erhöhte Aufmerksamkeit der Waldeigentümer/innen auf Borkenkäferneubefall und ein rasche Handeln erforderlich, so Oberösterreichs Landesrat Josef Stockinger in einer Aussendung.

Jungtiere und Larven des Borkenkaefers. Frischer Borkenkäferbefall ist insbesondere an Bohrmehlansammlungen im Stamm- und Stammfußbereich, Harzfluss und Spechttätigkeit am Stamm, Vergilben der Fichtenkronen und Nadelabfall zu erkennen. (Bildquelle: )

Der hohe Borkenkäfer-ausgangsbestand und das überdurchschnittlich hohe Schadholzausmaß der vergangenen Jahre lassen auch in der kommenden Vegetationsperiode eine große Borkenkäfergefahr und entsprechende Schäden befürchten. Die wirkungsvollsten Borkenkäferbekämpfungs-maßnahmen sind eine saubere Waldbewirtschaftung und ein frühzeitiges Aufarbeiten und zeitgerechtes Entfernen frisch befallener Bäume aus dem Wald.

Ein Käferpaar mit bis zu 30000 Nachkommen

Bedenkt man, dass ein Borkenkäferpaar unter günstigen Bedingungen vom Frühjahr bis zum Herbst über 30.000 Nachkommen hervorbringen kann, so wird klar, dass eine effiziente Borkenkäferbekämpfung möglichst frühzeitig durchgeführt werden muss. Landesrat Dr. Josef Stockinger appelliert daher gerade jetzt, unmittelbar vor dem bevorstehenden ersten Ausfliegen der Borkenkäfer aus den Überwinterungsquartieren, dringend an alle Waldeigentümer/innen ab nun wieder der Borkenkäferbekämpfung und Borkenkäfervorbeugung ein besonderes Augenmerk zu widmen. Jetzt ist die richtige Zeit, noch einmal alle Waldbestände auf Borkenkäferschadholz und befallsgeeignete Hölzer zu durchforschen und die während der Herbst- und Wintermonate angefallenen Schadhölzer noch rasch, vor der kommenden Borkenkäferwelle, aufzuarbeiten und ehest möglich aus dem Wald zu entfernen.  

16 Grad als Schwellenwert für Ausflug

Die Borkenkäfer benötigen für ihren ersten Frühjahresflug eine Temperatur von etwa 16 °C. Dieser Temperaturschwellenwert wird erfahrungsgemäß in den nächsten Tagen erreicht bzw. überschritten, sodass unmittelbar mit einem ersten Ausschwärmen der Borkenkäfer zu rechnen ist. Landesrat Stockinger: Nur mit regelmäßigen Kontrollen der Waldbestände und einer rascher Aufarbeitung von Käferbäumen" und Schadhölzern kann größerer Schaden verhindert werden." Ab dem ersten Ausschwärmen der Borkenkäfer sind jedenfalls die Waldbestände, während der gesamten Vegetationszeit, wieder regelmäßig auf Borkenkäferneubefall zu durchforschen, frisch befallene Bäume rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen. Frischer Borkenkäferbefall ist insbesondere an Bohrmehlansammlungen im Stamm- und Stammfußbereich, Harzfluss und Spechttätigkeit am Stamm, Vergilben der Fichtenkronen und Nadelabfall zu erkennen. Ein Abblättern von Rindenteilen deutet dagegen auf einen bereits fortgeschrittenen Borkenkäferbefall (Jungkäfer haben den Baum bereits verlassen) und Neubefall an Nachbarbäumen hin.

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