Holzmarkt weiter unter Druck

Witterungsbedingt bleiben der Rundholzmarkt und die Forstschutzsituation angespannt. Die Mengen aus den Schneebrüchen vom Jänner drängen ebenso sukzessive auf den Markt, als auch die Sturmschäden vom 10. März 2019.

Die Bedingungen für den Abtransport des bereitgestellten Holzes sind derzeit uneinheitlich. (Bildquelle: Kraml )

Alles derzeit außerhalb von Verträgen erzeugte Fichten-Nadelsägerundholz stößt auf einen gesättigten Markt. Der Holzpreis ist daher auch außerhalb der Schadgebiete weiterhin unter Druck. Der Peis für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt österreichweit zwischen 70 € und 89 € je FMO. In den Borkenkäfergebieten hat sich der C-Kreuz-Preis zwischen 40 €/FMO und 50 €/FMO stabilisiert.

Die Bedingungen für den Abtransport des bereitgestellten Holzes sind uneinheitlich. Während dieser in den Schadgebieten Niederösterreichs noch zügig voran geht, verzögert er sich in Oberösterreich, wodurch sich wieder verstärkt Waldlager aufbauen. In Salzburg ist die Anlieferung teilweise kontingentiert, in Kärnten sorgen wiederum Tauwettersperren für eine stockende Logistik. Der Absatz von Kiefer ist aufgrund des Überangebotes an Fichte äußerst schwierig. Teilweise kommt es zu unüblichen Übernahmemodalitäten. Gemischte Säge- und Industrierundholzpartien werden auf Basis Gewichtsvermessung übernommen, eine Güteklassifizierung der Sägerundholzsortimente unterbleibt. Losgelöst von allen negativen Aspekten wird die Lärche zu attraktiven Preisen generell sehr rege nachgefragt.

Eiche lebhaft nachgefragt

Bei Laubsägerundholz wird die Eiche weiterhin sehr lebhaft nachgefragt. Rotbuche und Esche haben aufgrund der hohen Eichenpreise nachfrageseitig nachgezogen. Die Hybridpappel wird unverändert auf niedrigem Vorjahresniveau gehandelt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Angebotene Mengen werden zumeist abgenommen und bei verfügbaren Transportkapazitäten auch laufend abgefrachtet. An einigen Standorten ist nur eine kontingentierte Anlieferung möglich, wodurch sich die Abfuhr verzögern kann. Rotbuchenfaserholz wird weiterhin rege nachgefragt.

Energieholz-Preise unter Druck

Der Absatz von Energieholz ist österreichweit angespannt. Die Anlagen sind sehr gut bevorratet, die Preise stehen aufgrund des Überangebotes unter Druck. Einige Standorte ohne Übergangstarife haben die Übernahme vorerst eingestellt und warten neue gesetzliche Rahmenbedingungen ab.


 
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Februar – Anfang März 2019 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Droht jetzt Verbot der Vollspaltenböden?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen