Wildeinflussmonitoring 2019 bis 2021

Mischwälder werden stärker verbissen

Die Baumarten der Zukunft, Tanne und Eiche, werden stark verbissen und können sich kaum entwickeln. Regionen mit Mischwäldern weisen einen höheren Wildeinfluss auf als jene mit hauptsächlich Nadel- oder Buchenwäldern.

Die Ergebnisse der 6. Erhebungsperiode des Wildeinflussmonitorings (WEM) für den Zeitraum 2019 bis 2021 zeigen, dass generell Regionen mit vorwiegend Mischwäldern höheren Wildeinfluss aufweisen als jene mit hauptsächlich Nadel- oder Buchenwäldern.

Insgesamt hat sich in 40% der österreichischen Bezirke die Situation im Vergleich zur Vorperiode 2016 bis 2018 verbessert, in 44% der Bezirke ist der Wildeinfluss jedoch angestiegen. "In Bezirken mit starkem Wildeinfluss wird sich die Situation erst dann nachhaltig verbessern, wenn der Wildeinfluss über mehrere Perioden deutlich sinkt anstatt hin und her zu schwanken", erklärt Heimo Schodterer, Projektleiter des WEM am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW).

Tanne und Eiche entwickeln sich kaum über 1,3 Meter

Die verbissbeliebten Baumarten Tanne und Eiche bleiben auch im aktuellen Erhebungszeitraum in der Höhenentwicklung zurück: Tanne und Eiche kommen zwar in über neun Zehnteln der Bezirke vor, Tanne konnte sich aber in 46% und Eiche in 77% der Bezirke ihres Vorkommens nicht oder kaum über 1,3 m hinaus entwickeln. Neben natürlichen Konkurrenzverhältnissen und dem Einfluss der waldbaulichen Behandlung spielt dabei Verbiss eine wesentliche Rolle.

Wildeinflussmonitoring (WEM): Dieses Monitoring liefert seit 2004 österreichweit Daten über den Wildeinfluss auf die Waldverjüngung. Es wurde vom BFW in enger Abstimmung mit den Landesforstdiensten und im Konsens mit der Jägerschaft entwickelt und wird fachlich vom BMLRT begleitet.

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