Neues Bewegungskonzept für Forstmaschinen

Bei den 2. KWF-Thementagen am 1. und 2. Oktober 2013 zeigt das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) moderne Forsttechnik für den Einsatz auf nassen Waldstandorten.

Zum neuen Bewegungskonzept gibt es leider noch keine Fotos. Wir halten Sie aber auf dem Laufenden. (Bildquelle: )

Den Besucher erwarten in Mecklenburg-Vorpommern zwei Maschinen, die der Öffentlichkeit zum ersten Mal präsentiert werden: ein Portalharvester und ein Flachlandseilkran. Mit ihnen wird ein neues Arbeitsverfahren für ebene, schlecht befahrbare Waldstandorte praktisch dargestellt. Die an der TU Dresden entwickelten Maschinen vereinen sechs Patente auf sich.

Auf nassen Waldstandorten sind zunehmend Totholz und absterbende Bäume zu finden. Sie stellen eine große Gefahr für Waldarbeiter dar. Aus Gründen der Arbeitssicherheit hat dort die vollmechanisierte Holzernte Vorrang. Dafür muss allerdings das Befahren der Bestände möglich sein. Auf nassen Waldstandorte ist das meistens nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Aus diesem Grund wurde an der TU Dresden ein neuartiges Bewegungskonzept entwickelt.

Der Prototyp dieses Portalharvesters ist auf der Exkursionsschleife der KWF-Thementage im Einsatz zu sehen. Der Oberwagen der Maschine bewegt sich auf einer 10 m langen Überfahrtsbrücke, die auf zwei dreibeinigen Standbasen ruht. Mit seinem 10 m-Harvesterkran kann er so ein Feld von 500 m² bearbeiten. Durch die speziell für schlecht befahrbare Waldstandorte erdachte Konstruktion und Fortbewegungsart berühren drei Füße nur alle acht Meter den Waldboden. Kontaktfläche und Bodendruck sind dabei in etwa genauso groß wie die eines Radharvesters. Zwischen den Fußabdrücken bleibt der Boden aber unberührt. Da die Maschine keine Räder hat, verursacht sie auch keine Bodenschäden durch Schlupf. Besonders bei nassen Waldstandorten ist diese Belastung ein großes Problem. Das Schreitwerk kommt allerdings nur langsam voran, daher ist die Maschine nicht für Transportaufgaben geeignet.

Diese werden am besten mit der zweiten neuen Maschine – einem Flachland-Seilkran – erledigt. Zusammen mit einem künstlichen Endmast ermöglicht ein 15 m hoher Hauptmast – ohne einen Sattel – eine Trassenlänge von 400 m. Am Tragseil hängt ein neu konstruierter Laufwagen. Er trägt Kurzhölzer im Bündel aus dem Bestand. Die Kombination beider Maschinen ermöglicht einen Seiltrassen-Abstand von 50 m.

„Der Portalharvester hat für sich allein genommen das Potenzial, weitere Nischen zu erobern. Das Bewegungsprinzip ließe sich aber auch für ganz andere Anwendungsbereiche sinnvoll nutzen, hier sind wir erst am Anfang.“, verspricht Prof. Dr. Jörn Erler (Professur Forsttechnik, TU Dresden).

Die KWF-Thementage präsentieren 13 Praxisvorführungen mit moderner Technik für das Bewirtschaften nasser Waldstandorte unter realen Bedingungen. Der Kauf von Eintrittskarten zu Vorverkaufskonditionen ist unter www.kwf-thementage.de/eintrittskarten möglich.

Artikel geschrieben von

Weninger Lukas

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