OÖ: Borkenkäferschäden 2012 erneut rückläufig

Die Borkenkäferschäden sind in Oberösterreich auch im Jahr 2012 weiter zurückgegangen. Als Gründe dafür nannte Agrarlandesrat Max Hiegelsberger heute die von den Waldeigentümern durchgeführten sorgfältigen und zeitgerechten Schadholzaufarbeitung und die für diese Schädlinge teilweise ungünstige Witterung. Dennoch bleibt auch 2013 die Gefahr einer Massenvermehrung.

(Bildquelle: )

Während 2010 noch rund 700.000 Festmeter (fm) Fichtenholz dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind, ist der Schadholzanfall 2011 auf etwa 350.000 fm und 2012 auf rund 180.000 fm zurückgegangen. Trotz dieser deutlichen Entspannung der Schadenssituation ist bei entsprechend warmer Witterung auch im heurigen Jahr nach wie vor die Gefahr einer Borkenkäfer-Massenvermehrung gegeben. Auch für die kommende Vegetationsperiode sind daher zielgerichtete Vorsorgemaßnahmen erforderlich , unterstrich der Landesrat.

Borkenkäferschäden kontrollieren

"Da ein Borkenkäferpaar unter günstigen Bedingungen vom Frühjahr bis zum Herbst bis zu 30.000 Nachkommen hervorbringen kann, müssen die Aufarbeitung und das Entfernen von sämtlichen befallsverdächtigen Hölzern aus dem Wald noch vor dem ersten Ausschwärmen der Borkenkäfer, das in den Tieflagen ab Mitte bis Ende April einsetzt, abgeschlossen werden , betonte Hiegelsberger.

Weiters sollten die Waldeigentümer vor Beginn der Feldarbeiten im Frühjahr auch die bereits im Vorjahr aufgearbeiteten Borkenkäfernester noch einmal genau auf Schäden kontrollieren und befallsverdächtige Bäume fällen. Ein Käfernest gilt laut Experten erst dann als ausgeräumt, wenn unter der Rinde der Randbäume keine Borkenkäfer mehr gefunden werden. Nur zeitgerecht und sorgfältig ausgeräumte Nester stellen sicher, dass der Befall nicht mehr weiter geht und damit größere Waldschäden und Ertragseinbußen verhindert werden , so der Landesrat.

Auch im Bereich des Nationalparks O.ö. Kalkalpen hat sich im vergangenen Jahr die Borkenkäfersituation weiter deutlich entspannt. In der im Randbereich des Nationalparks zum Schutz der nachbarlichen Wälder eingerichteten Bekämpfungszone sind nach 32.000 fm im Jahr 2011 nur mehr rund 5.000 fm Borkenkäferschadholz angefallen, was dem Niveau vor den Stürmen 2007 und 2008 entspricht. Anrainer-Beschwerden wurden im Vorjahr nicht verzeichnet. Schließlich hat auch der im Böhmerwald angrenzende Nationalpark Sumava die bilateral vereinbarten Bekämpfungsmaßnahmen in seinem Bereich vollständig umgesetzt.

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Torsten Altmann

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