Holzmarkt

Surmschäden dämpfen Preissteigerungen

Die Sturmereignisse der vergangenen Wochen haben in Österreich nur in vom Borkenkäfer aufgelichteten Beständen zu kleinflächigen Würfen geführt. Die Preise bleiben weiterhin auf niedrigem Niveau.

Seilwinde

Die Waldbesitzer haben auf die leicht anziehenden Preise mit einem verstärkten Einschlag reagiert. (Bildquelle: Archiv)

Die zu Jahresbeginn am Nadelsägerundholzmarkt herrschende rege Nachfrage nach frischem Fichtensägerundholz hat mittlerweile wieder abgenommen. Die Waldbesitzer haben auf die leicht anziehenden Preise mit einem verstärkten Einschlag reagiert.

Der Sturm in den vergangenen Wochen führte zu kleinflächigen Würfen. Aufgrund des frühen Zeitpunktes im Jahresverlauf sind die angefallenen Holzmengen im saisonalen Einschlag unterzubringen. Die für Waldbesitzer dringend erforderlichen Preisverbesserungen scheinen damit aber auch wieder einen Dämpfer bekommen zu haben.

Die guten Bedingungen für Holzernte und –abtransport haben zudem dafür gesorgt, dass die Standorte der österreichischen Sägeindustrie größtenteils wieder sehr gut mit Rundholz bevorratet sind. Teilweise kommt es sogar zu Kontingentierung bei der Zufuhr. Weiterhin wird über eine strenge Güteklassifizierung bei der Holzübernahme berichtet. Der Absatz von Kiefer ist nur sehr beschränkt möglich, die Nachfrage nach Lärche jedoch kaum zu bedienen.

Holzsubmissionen erfolgreich verlaufen

Die 7. Tiroler Nadelwertholzsubmission ist erfolgreich verlaufen. Das Höchstgebot erhielt eine Zirbe mit 587€/FMO. Die Fichte erreichte im Durchschnitt 202€/FMO.

Die Laubholzsubmissionen sind ebenfalls sehr gut verlaufen. In Niederösterreich konnten alle, in Oberösterreich nahezu alle angelieferten Stämme vermarktet werden. Die Durchschnittserlöse über alle Baumarten je FMO lagen an beiden Standorten über jenen des Vorjahres und betrugen in NÖ 467€ und 481€ in OÖ. Die mengenmäßig wichtigste Baumart war die Eiche, gefolgt von Schwarznuss bzw. Bergahorn. Das Höchstgebot erhielt ein Riegelahorn in Oberösterreich mit 5.120€/FMO.

Keine Entlastung am Energieholzmarkt

Die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie sind mit Industrierundholz bestens bevorratet. Teils kontingentierte Zufuhr führt zu verzögerter Abfrachtung und zum Aufbau von Waldlagern. Neben diversen Bemühungen der Industrie, angebotene Mengen auch abzunehmen, versuchen einzelne Lieferanten das Überangebot durch Exporte zu reduzieren. Rotbuchenfaserholz kann bei guter Bevorratung, bei regional nach unten angepassten Preisen, abgesetzt werden.

Am Energieholzmarkt gibt es aufgrund des Faserholzüberangebotes und auch aufgrund der milden Temperaturen keine Entlastung. Mengen außerhalb von Langfristverträgen können nicht abgesetzt werden, die Lagerkapazitäten sind erschöpft.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Jänner – Anfang Februar 2020 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.


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