Da haben wir den (Hühner-)dreck!

Hygieneschleuse, Stiefel-Wanne, Schutzkleidung und entsprechende Desinfektion– der Fachtierarzt Dr. Thorsten Arnold zeigt auf einer Tagung für Geflügelhalter worauf es bei Hygiene Maßnahmen im Geflügelstall ankommt. Durch vernachlässigtes oder zu schnelles desinfizieren können Keime im Hühnerstall oft auch nach der Reinigung bestehen.

Bei dem Betreten des Stalles ist die Stiefel-Wanne wichtig. (Bildquelle: Archiv )

Der Fachtierarzt rät den Hühnerhaltern, die Reinigung und Desinfektion im Stall ernst zu nehmen und danach auch zu kontrollieren und zu dokumentieren. Die Reinigung der Maschinen und Geräte sollte dabei nicht vergessen werden. 

Zudem empfiehlt er nach der Reinigung 3 bis 4 Tage zu warten bis der Stall auch wirklich trocken ist, um zu vermeiden, dass die Mittel verdünnt werden. Von einer Trockenreinigung rät der Fachmann gänzlich ab. Nach der Nassreinigung sollte der Stall auch aufgeheizt werden. Blut, Eiter und andere eiweißhaltige Ausscheidungen müssen unbedingt entfernt werden, weil diese Stoffe das Desinfektionsmittel inaktivieren. Nicht zu vergessen ist, dass die Konzentration und Temperatur die Wirksamkeit ebenso beeinflussen.

Bei dem Betreten des Stalles ist die Stiefel-Wanne wichtig. Sie sollte von „allen Personen für alle Ein- und Ausgänge“ genutzt werden und sauber gehalten werden. Beim Betreten von betriebsfremden Personen ist darauf zu achten, dass diese entsprechende Schutzkleidung verwenden.

Und nicht nur externe Personen, sondern auch Nagetiere, Vögel und Insekten sind krankheitsüberträger. Ebenso können unsaubere Einstreu und Staub Bakterien, Viren und Pilze übertragen.

Gut wirksame Mittel sind in der Liste der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) nachzulesen. Für die biologische Reinigung können Mittel aus der Betriebsmittelliste des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau (FiBl) verwendet werden.  -cb-

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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