Bei einem Schwan

Geflügelpest in Österreich bestätigt

Das Geflügelpestvirus wurde bei einem tot aufgefundenem Schwan in Klosterneuburg diagnostiziert. Das Gesundheitsministerium mahnt alle Geflügelhalter, alle Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen umzusetzen.

Schwan

Bei einem Schwan wurde Geflügelpest nachgewiesen. (Bildquelle: pixabay.com)

Seit Ende Oktober 2020 tritt in zahlreichen Ländern Europas bei Wildvögeln, aber auch im Hausgeflügelbestand, Geflügelpest (Vogelgrippe) auf. Diese Fälle stehen in Zusammenhang mit dem herbstlichen Vogelzug. Auch in Österreich wurden am nationalen Referenzlabor der AGES in den vergangenen Wochen vermehrt tot aufgefundene Wildvögel auf Geflügelpest untersucht: Am 4. Februar 2021 wurde bei einem dieser Wildvögel – einem verendet aufgefundenen Schwan in Niederösterreich (Klosterneuburg) das Virus diagnostiziert. Es handelt sich um den ersten Nachweis der hoch pathogenen aviären Influenza in Österreich seit dem Jahr 2017. Der derzeit festgestellte Stamm (H5N8) ist für den Menschen nicht gefährlich und wird auch nicht über Lebensmittel übertragen.

„Der erste Fall der Geflügelpest wurde nun aufgrund der bereits bisher geltenden umfangreichen Schutzmaßnahmen in Österreich bestätigt. Wir ersuchen die heimischen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter deshalb verstärkt um Berücksichtigung bzw. Erhöhung der einzelnen Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen“, erklärt das Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium.

Das Gesundheitsministerium hat alle nötigen Vorkehrungen getroffen. Der Fundort liegt in einem Bereich, der bereits im Dezember 2020 als Risikogebiet eingestuft wurde und seither genau beobachtet wird. Zudem besteht intensiver Kontakt zur Wirtschaft und Landwirtschaft, insbesondere zur Geflügelbranche. Das Gesundheitsministerium hat die Geflügelbetriebe informiert und aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zu erhöhen.

Geflügel von Wildvögeln fernhalten

In den Risikogebieten gelten folgende Maßnahmen für Geflügelhalter: in gemischten Betrieben soll die Haltung der Enten und Gänse getrennt von übrigem Geflügel sowie die Haltung des Geflügels in Ställen oder in oben abgedeckten Haltungsvorrichtungen erfolgen. Eine Ausnahme von der Stallhaltung ist möglich, wenn Geflügel durch Netze, Dächer, horizontal angebrachtes Gewebe oder andere geeignete Mittel vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt ist oder die Fütterung und Tränkung der Tiere nur im Stall oder einem Unterstand erfolgt, der das Zufliegen von Wildvögeln möglichst verhindert.

Wildvögel dürfen nicht mit Futter oder Wasser, das für das Geflügel bestimmt ist, in Kontakt kommen. Die Ausläufe müssen gegenüber Oberflächengewässern, an denen sich wild lebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein. Verschärft werden auch die hygienischen Sicherheitsmaßnahmen, Reinigung und Desinfektion müssen mit besonderer Sorgfalt vorgenommen werden. Der Behörde (Amtstierarzt) ist zu melden, wenn ein Abfall der Futter- und Wasseraufnahme um mehr als 20%, ein Abfall der Eierproduktion um mehr als 5% für mehr als zwei Tage besteht oder wenn die Mortalitätsrate höher als 3% in einer Woche ist.


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