Bayern

Geflügelpest nahe Österreichs Grenze

Das Geflügelpest-Virus ist bei Wildenten im Landkreis Passau (Bayern) nachgewiesen worden. Das Österreichische Gesundheitsministerium mahnt daher zu erhöhter Wachsamkeit.

Enten

Bei erlegten Wildenten wurden vergangene Woche im Landkreis Passau das Geflügelpest-Virus nachgewiesen. (Bildquelle: Rose)

Ein Fall von Geflügelpest in Bayern wurde Ende vergangener Woche amtlich bestätigt: Im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings wurde im Landkreis Passau am 19. November bei mehreren gesund erlegten Wildenten das Geflügelpest-Virus – auch Vogelgrippe genannt – vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in einer Pressemitteilung mit.

Die österreichische Veterinärbehörde treffe aktuell alle nötigen Vorkehrungen, um rasch auf Ausbrüche im Inland reagieren zu können, teilt das Ressort mit. Es gibt außerdem bereits einen Aufruf zur Erhöhung von Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelbetrieben. Eine "Task Force Geflügelpest" bereitet erste Maßnahmen vor. Die Landwirtschaftskammer (LK) Österreich verweist in diesem Zusammenhang auf die LFI-Broschüre "Biosicherheit Geflügel". Sie umfasst alle Maßnahmen, um die Gefahr der Einschleppung und Ausbreitung von Infektionserregern zu minimieren und damit die Tiere gesund zu erhalten.

Biosicherheit erhöhen

Geflügelhalter werden zur Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen angehalten. Berücksichtigt werden müssten vor allem indirekte Eintragswege wie kontaminiertes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände (Schuhwerk, Fahrzeuge usw.). Diese Wege seien zu unterbinden und geeignete Desinfektionsmaßnahmen vorzusehen. Um das Verschleppen von Infektionen zwischen Geflügelhaltungen zu vermeiden, müssten strenge Biosicherheitsmaßnahmen getroffen werden.

Tot aufgefundene Wildvögel (besonders Enten und anderes Wassergeflügel) sollten bei den zuständigen Behörden gemeldet werden. Der derzeit festgestellte Stamm (H5N8) ist für den Menschen nicht gefährlich und wird auch nicht über Lebensmittel übertragen.


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