Vetmed Wien

Schwarzkopfkrankheit bei Geflügel auf dem Vormarsch

Die gefährliche Schwarzkopfkrankheit ist bei Puten und Hühnern zurückgekehrt, da wirksame Arzneimittel verboten wurden. Die Veterinärmedizinische Universität Wien forscht an einem Impfstoff, der die Krankheit eindämmen soll.

Rasterelektronenmikroskop Aufnahme: Histomonas meleagridis mit Escherichia coli Bakterien. (Bildquelle: Universitätsklinik für Geflügel und Fische/Vetmeduni Vienna)

Die vom einzelligen Parasiten Histomonas meleagridis hervorgerufene Schwarzkopfkrankheit befällt Truthühner und hühnerartige Vögel. Insbesondere bei Puten führt diese Parasitose oftmals zu einem schweren Krankheitsverlauf, generell ist die Erkrankungs- und Sterberate bei infizierten Vögeln extrem hoch – die Todesrate bei infizierten Puten kann bis zu 100 Prozent betragen. Allein in Österreich sind in den letzten Jahren ca. 30.000 Puten verendet oder mussten getötet werden. Aufgrund mangelnder Biosicherheit ist die Schwarzkopfkrankheit bei Tieren in Freilandhaltung von besonderer Bedeutung.

Ein im Christian Doppler Labor für Innovative Geflügelimpfstoffe (IPOV) der Vetmeduni Vienna entwickelter Impfstoff kann Tiere erfolgreich schützen. Bis zum Einsatz im Feld sind noch einige technische Fragestellungen zu beantworten. Dabei ist insbesondere die Interaktion zwischen dem einzelligen Parasiten Histomonas meleagridis und den im Darm vorhandenen Bakterien von grundlegender Bedeutung für den Erfolg einer Impfung oder Infektion, Aspekte die an der Universitätsklinik für Geflügel und Fische der Vetmeduni Vienna erforscht werden.


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