Weidegänse haben wieder Saison!

Feiner Geschmack und zartes Fleisch. Das zeichnet die inländischen Weidegänse aus. Jetzt hat deren Saison wieder begonnen. Besonders viele Weidegänse werden in Oberösterreich produziert. Achten Sie beim Kauf auf heimische Qualität!

Weidegänse aus österreichischer Freilandhaltung sind bei den Konsumenten sehr beliebt. (Bildquelle: LK OÖ )

Die Gans ist die einzige Geflügelart, die auch Gras gut verdauen kann. Gänse werden in Österreich besonders tiergerecht auf der Weide gehalten. Durch diese Art der Haltung und das damit etwas langsamere Wachstum kommen die Gänse erst mit etwa 20 Wochen zur Schlachtung. „Die Weidehaltung in Kombination mit Getreidebeifütterung ergibt ein besonders zartes Fleisch und weniger Bratverlust gegenüber importierten Gänsen aus Intensivmast. Wer sein Gansl aus heimischer Haltung kauft bringt also mit Sicherheit Gourmet-Fleischqualität auf den Tisch“, betont Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Die Weideganshaltung ist für bäuerliche Betriebe eine gute Einkommensalternative. Frische, konventionelle Weidegänse kosten ab Hof im Durchschnitt ca. 11 bis 12 Euro pro Kilo und Bio-Ware ca. 13 bis 15 Euro pro Kilo. Die Weidegansbauern sehen der Vermarktungssaison 2018 durchaus optimistisch entgegen. Auch das Gewicht der Weidegänse sollte trotz der teilweise enormen Trockenheit zufriedenstellend ausfallen.

Die Gans ist ein klassisches, saisonales Geflügel und findet sich vor allem rund um den Martinitag bzw. zu Weihnachten auf den Tellern. Mit einem Pro Kopf Verzehr von rund 0,2 Kilogramm essen die Österreicher im statistischen Durchschnitt etwa einmal pro Jahr ein Gänsegericht.

Erfolgreiches Projekt Oberösterreichische Weidegans"

Das Projekt „Weidegans“ brachte die Gänsehaltung zurück auf die oö. Bauernhöfe
1992 startete die Landwirtschaftskammer OÖ in der Region „Mühlviertler Alm“ mit einem Landwirt und 100 Tieren einen ersten Versuch, die Gänsehaltung wieder auf die Bauernhöfe zu bringen. Mittlerweile werden auf 120 Betrieben in Oberösterreich rund 21.000 Gänse gehalten. Oberösterreich ist damit das Bundesland Nr. 1 in der Gänsehaltung. „Regionalität war dabei von Anfang an ein wichtiges Element im Projekt. Das Ziel, den Eigenversorgungsgrad in Österreich zu steigern, wird weiter kontinuierlich verfolgt. Lag dieser 1995 bei nur sieben Prozent, so bewegt er sich in den letzten Jahren im Bereich von 25 Prozent“, erläutert Präsident Reisecker.

Beim Start des Projekts „Oberösterreichische Weidegans“ war nicht abschätzbar, welche Erfolgsgeschichte daraus im Laufe der Jahre werden könnte: Mittlerweile wurde das Projekt auf andere Bundesländer ausgedehnt. 270 Mitglieder im Projekt verkaufen in ganz Österreich jährlich rund 48.000 Gänse und die Marke „Weidegans“ ist mittlerweile die bekannteste Gänsemarke Österreichs.

Wo finde ich mein regionales Gansl?

Wer in eine Suchmaschine den Begriff „Weidegans“ eingibt, kommt auf die Homepage der „Österreichischen Weidegans www.weidegans.at. Dort stehen den Konsumenten nicht nur Informationen über die Weideganshaltung, sondern auch die regionalen Bezugsquellen zur Verfügung. Biobetriebe werden mit dem Zusatz BIO ausgewiesen.
 

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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