Frischeier

ZAG: „Nur 2 Cent mehr nötig!“

Nach dem Billigeier-Flop von Penny will die Rewe Aktionen mit ausländischen Frischeiern künftig unterlassen, berichtete die ZAG. Indes kommen die Verhandlungen mit dem LEH für bessere Erzeugerpreise langsam in die Gänge.

Dass die sommerlichen Temperaturen auf den Frischeierabsatz drücken, ist bekannt. Entsprechend rückläufig sind die Verkaufsmengen der Eier-Packstellen in den Sommermonaten. Absatzeinbußen gibt es aber auch in der Direktvermarktung.

Unabhängig vom aktuellen Absatz bräuchten beide Branchen dringend bessere Erzeugerpreise, denn die Produktion steht wegen der weltweit weiterhin steigenden Futterpreise – vor allem für GVO-freies Soja, aber auch bei einzelnen Minerlastoffen – in arger Bedrängnis. Die LEH-Ketten müssten daher speziell für die Frischeier endlich mehr bezahlen.

Durchbruch bei Verhandlungen noch nicht erreicht

Mehrere Verhandlungsrunden brachten bisher kein positives Ergebnis. Es geht dabei um nur 2 Cent pro Ei. Sollte der LEH nicht einlenken, überlegte die Frischeierbranche bereits auf GVO-freien Soja zu verzichten. Will das der Handel wirklich auf´s Spiel setzen?

Eingedenk dieser angedachten Notmaßnahme gibt es nun doch erste positive Signale aus dem LEH, berichtete die Zentrale Arbeitsgemeisnchaft der Geflügelwirtschaft. „Wir hoffen, dass wir die 2 Cent in der nächsten Zeit durchbringen, sonst wird es schwierig, die Eierproduktion in Österreich aufrechtzuerhalten“ so Franz Karlhuber, ZAG-Obmann und Sprecher der Eierproduzenten.

Konsumenten beweisen Österreich-Patriotismus

Indes versprach der zur Rewe gehörige Diskonter Penny, künftig Billigeier-Aktionen mit ausländischer Ware zu unterlassen. Bekanntlich wurden kürzlich 10 deutsche und in Holland abgepackte Frischeier von Penny um 1,29 € angeboten.

Nach dem Aufschrei der Bauern und anderer waren diese „Columbus“-Eier nicht mehr wirklich absetzbar. Sie wurden dann um 0,99 € abverkauft bzw. verschenkt.