Tierseuchen

Zweiter Geflügelpest-Fall im heurigen Jahr

Seit Mitte Oktober breitet sich die Geflügelpest in Europa verstärkt aus. Nach einem ersten Fall im heurigen Frühjahr hat die AGES nun einen weiteren Fall in einer kleinen Hühnerhaltung in Niederösterreich bestätigt.

In einer kleinen Hühnerhaltung in Fischamend (Niederösterreich) wurde die Vogelgrippe durch die Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit Gmbh (AGES) Tierkrankheit diagnostiziert.

Die Hühner sind gestorben bzw. wurden unter behördlicher Aufsicht getötet, der Betrieb gesperrt. Es bestehe "keine Gefahr für den Menschen" und es erfolge "keine Übertragung durch Lebensmittel", versicherte die AGES in ihrer Aussendung.

Neue Stallpflichtverordnung erlassen

Aufgrund des aktuellen Falles hat das Gesundheitsministerium (BMSGPK) im Einvernehmen mit dem Landwirtschaftsministerium die Stallpflicht für jene Betriebe, die mehr als 350 Stück Geflügel in den Risikogebieten halten, erlassen. Zuletzt war die Geflügelpest im Frühjahr 2021 in Österreich aufgetreten, ebenfalls in einem Kleinbetrieb.

Vorsichtsmaßnahmen beachten

Geflügelhalter sollten besonders auf die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen, wie etwa die Fütterung in überdachten Bereichen, achten. Direkte und indirekt Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden. Bei unklaren Gesundheitsproblemen in Geflügelbetrieben sollte unbedingt eine tierärztliche Untersuchung erfolgen. Die verpflichtende Meldung von tot aufgefundenen wildlebenden Wasservögeln und Greifvögeln bei der lokal zuständigen Veterinärbehörde (Amtstierarzt) ist ebenfalls für die Früherkennung wichtig.

Stand: 25.11.2021, 20:00 Uhr