Auch Ennstal Milch mit neuem Begrenzungssystem

Milch
Um das Zuviel an Milch in den Griff zu bekommen, führt jetzt auch die Ennstal Milch ein Begrenzungssystem ein.
Quelle: NDR

Mit der Ennstal Milch führt jetzt nach Berglandmilch und NÖM eine weitere Molkerei ein Mengenbegrenzungssystem ein. Die Kärntner Milch verzichtet hingegen heuer darauf.

Aufgrund der stark gestiegenen Anlieferung (über 10 % gegenüber 2017) hat der Vorstand der Ennstal Milch ein zusätzliches Mengenstabilisierung-System beschlossen. Bekanntlich besteht hier schon ein System der Mengenstabiliserung mit Anteilsregelung (3 Ct/kg Überlieferung, wovon 20 % als Genossenschaftsanteile angerechnet werden).

Das zusätzliche System sieht ab 1. März bis auf Widerruf einen Abschlag von 10 Ct/kg überlieferter Milchmenge vor. Dazu wird die Milchmenge auf Basis des Vorjahres verglichen. D.h. z.B. Anlieferungsmenge März 2018 mit Anlieferungsmenge 2017. Sollte ein Lieferant durch dieses System Abzüge haben, aber seine jährliche Anteilsmenge nicht erreichen, werden ihm die Abzüge rückerstattet, heißt es im Lieferantenrundschreiben.

Bei der Kärntner Milch, die ebenfalls ein Stabilisierungssystem diskutiert hat (siehe Ausgabe 3/2018, Seite 8) wurde dieses Thema hingegen bei der Vorstandssitzung am 22. Februar wieder ad acta gelegt. Dennoch sei es notwendig, mittelfristig ein Steuerungsmodell auf den Weg zu bringen, erklärt Obmann Reinhard Scherzer. "Wir werden innerhalb der Kärntner Milch eine Arbeitsgruppe gründen, um Möglichkeiten zu erarbeiten, den Milchbedarf an die jeweilige Situation anzupassen", so Scherzer.

Preise geben im März nach

Unterdessen kündigen mehrere Unternehmen für März weitere Preissenkungen an. Neben der Ennstalmilch (-1 Ct/kg) informieren heute auch Berglandmilch und NÖM über Preissenkungen von ebenfalls 1 Ct/kg netto für gentechnikfrei erzeugte Milch (4,2% Fett, 3,4% Eiweiß). Die Salzburg Milch hat den Preis im März um weitere 2 Ct gekürzt und die Gmundner Milch nochmals um 4,5 Ct/kg netto.

Die MGN-Führung begründet die jüngste Preissenkung mit den unverändert hohen Anlieferungen innerhalb der Genossenschaft sowie auch innerhalb Europas. "Bis dato zeigen die eindringlichen Appelle zur Mengenreduktion wenig Wirkung. Nur wenn es uns rasch gelingt, die Mehrmengen in den Griff zu bekommen, kann ein dramatischer Absturz des Milchmarktes verhindert werden", warnen MGN-Obmann Johann Krendl und Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer.

Schlagworte

Ennstal, März, Kärntner, MGN, NÖM, netto, Obmann, Berglandmilch, Scherzer, Anlieferungsmenge

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