Ausländerbeschäftigung: Kontingente für 2019 festgelegt

Autor: Leopold Th. Spanring

gemüseernte
Ausländische Saison-Erntehelfer mit einer maximalen Beschäftigung von 6 Wochen sind seit heuer auch pensionsversichert.
Quelle: Netto Marken Discount

Das Sozialministerium hat Ende 2018 die Kontingente für die Ausländerbeschäftigung 2019 verordnet. Saisonarbeitskräfte erhalten damit eine Beschäftigungsbewilligung bis maximal 6 Monaten. Die sogenannten „Stammarbeitskräfte“ bekommen eine solche bis zu 9 Monaten

Wie bereits in den letzten Jahren wurden die Kontingente für den Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft weiter gekürzt. Insgesamt stehen heuer 2.610 Plätze für die befristete Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften zur Verfügung. Diese wurden per Verordnung durch das zuständige Sozialministerium (BMASGK) wie folgt aufgeteilt:
Burgenland: 30, Kärnten: 210, NÖ: 460, OÖ: 1.045, Salzburg: 25, Steiermark: 500, Tirol: 225, Vorarlberg: 65 sowie Wien: 50.

275 zusätzlich Bewilligungen für 6 Wochen-Einsätze

Für den Bereich Landwirtschaft wurde ab 1. März 2019 zudem ein zusätzliches Kontingent von 275 für die kurzfristige Beschäftigung von maximal 6 Wochen für ausländischen Erntehelferinnen und Erntehelfer festgelegt. Dieses teilt sich wie folgt auf: Burgenland: 20, Kärnten: 7, NÖ: 85, NÖ: 50, Salzburg: 4, Steiermark: 85, Tirol: 10, Vorarlberg: 4 und Wien: 10.

Seit 1. Jänner 2019 unterliegen die nur kurzfristig eingesetzten Erntehelferinnen und Erntehelfer auch der Pflichtversicherung in der Pensionsversicherung, denn die diesbezügliche bisherige Ausnahme ist gefallen.

Vorgemerkte Arbeitssuchende, Stammsaisoniers und EWR-Bürger bevorzugt

Vor Erteilung von Bewilligungen sind von den Arbeitgebern alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die zu besetzende Saison-/Erntehelferstelle vorrangig mit Arbeit suchend vorgemerkten inländischen und (integrierten) ausländischen Arbeitskräften, einschließlich Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, mit registrierten Stammsaisoniers sowie mit freizügigkeitsberechtigten EWR-Bürgern zu besetzen. Im Hinblick auf das arbeitsmarktpolitische Ziel, Asylberechtigte möglichst rasch Arbeit zu vermitteln, sind diese Personen im Rahmen der Arbeitsmarktprüfung (durch das AMS) besonders zu berücksichtigen und als Ersatzarbeitskräfte zu vermitteln. Wie bisher sind auch Jobbörsen in Betracht zu ziehen.

Drittstaatsausländer, die bereits über ein Aufenthaltsrecht in Österreich verfügen, insbesondere Kroaten (Gemeinschaftspräferenz) und Saisoniers, die in den vorangegangenen fünf Jahren zumindest einmal im Rahmen von Kontingenten gemäß erlaubt beschäftigt waren, sind jedenfalls vorrangig zu bewilligen.
 
Kettenanstellung bei unterschiedlichen Arbeitgebern möglich
 
Ausländische Arbeitskräfte, die in den letzten drei Jahren in der Land- und Forstwirtschaft bereits einmal beschäftigt waren, gelten als sogenannte Stammsaisoniers und können im Rahmen der Ausländerbeschäftigung bis zu 9 Monaten arbeiten.
 
Somit ist eine Verlängerung der Beschäftigungsbewilligung beim selben Arbeitgeber möglich. Einem Saisonarbeiter kann vom jeweils örtlich zuständigen AMS bis zur Gesamtdauer von neun Monaten eine weitere Beschäftigungsbewilligung auch für einen anderen Arbeitgeber erteilt werden. Für bereits im Rahmen eines Kontingents bewilligte Saisonarbeitskräfte ist bei weiteren Beschäftigungsbewilligungen ein freier Kontingentplatz nicht erforderlich.

Schlagworte

Monaten, Kontingent, 2019, Ausländerbeschäftigung, Beschäftigungsbewilligung, Sozialministerium, Rahmen, Ausländische, Saisonarbeitskräfte, Arbeitskräften

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