Deutschland: Kunden greifen kaum zu gentechnikfreier Milch

Autor: Torsten Altmann

Milch
Milch mit dem "Ohne Gentechnik" versehenen Pickerl wird bei unseren Nachbarn in Deutschland nur wenig angeboten. Foto: egerer.de

Gentechnikfreie Milch spielt in Deutschland nur eine Nebenrolle im Handel, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Im Grunde müsste sie ein Verkaufsschlager sein, die gentechnikfreie Milch. Denn die große Mehrheit der Verbraucher lehne die „grüne“ Gentechnik ab, bei der das Erbgut von Pflanzen verändert wird, so die FAZ weiter. Doch dem ist nicht so: „Der Verbraucher, wie er spricht und wie er handelt, das sind zwei paar Schuhe“, so Günter Berz-List, GF der börsennotierten Schwälbchen-Molkerei.

Im Zweifelsfall entscheide also der Preis und nicht das gute Gewissen. Auch die Molkerei in Bad Schwalbach im hessischen Taunus habe mit dem Gedanken gespielt, zusätzlich eine gentechnikfreie Produktion einzurichten. Das sei vor drei Jahren gewesen, als das Thema „gehypt“ wurde, wie Berz-List sagt. Doch nun liegt die Sache bei den Akten. Im Supermarkt werde derlei zu selten gekauft: „Der Verbraucher hat diese Milch einfach nicht gegriffen.“

Milch werde vor allem von Discountern verkauft, und Milchtüten mit der „Ohne Gentechnik“-Raute seien in diesen Läden dünn gesät. Den Anteil gentechnikfreier Milch am Gesamtmarkt beziffert der Schwälbchen-Chef laut FAZ denn auch auf deutlich unter fünf Prozent – bei Milchprodukten sei er so niedrig, dass er kaum messbar sei.

Zuletzt sei er vor zweieinhalb Jahren von einem Lebensmittelhändler nach gentechfreier Milch gefragt worden, berichtet Berz-List weiter. Und er kenne auch keine Molkerei, die in den vergangenen zwei Jahren ihre Produktion umgestellt habe, um die grüne Raute auf ihre Produkte kleben zu können.

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Milch, Gentechnikfreie, Verbraucher, berichtet, Gentechnik, gentechnikfreier, Berz, List, Raute, FAZ

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