Die letzten 19 Milchbauern haben unterschrieben

Milch
Der Milch-Krimi um die ehemaligen "Freie Milch"-Bauern hat ein Ende.

Die bis zu dieser Woche noch übrig gebliebenen 19 Milchbauern der ehemaligen Freien Milch haben jetzt Verträge unterschrieben. 12 der Betriebe liefern an die Berglandmilch, sechs an die NÖM und einer an den Verein der Milchproduzenten.

Heute haben die letzten der 19 ober- und niederösterreichischen Milchbauern Lieferverträge unterschrieben: 12 Betriebe aus dem Mühlviertel und Waldviertel unterzeichneten einen Vertrag bei der Berglandmilch. Ab 9. Mai soll hier die Lieferung beginnen. Bis dahin wird die Abholung über die IG Milch organisiert und auch finanziert.

Über 4 Ct/kg  weniger beim Milchpreis

Allerdings müssen die Erzeuger eine dicke Krot schlucken. Der Netto-Milchauszahlungspreis liegt mit 28,3 Ct/kg für Mai um mehr als 4 Cent pro Liter unter dem „normalen“ Milchpreis. Zudem erhalten die sechs Biomilchlieferanten ebenfalls nur den konventionellen Milchpreis. Der Liefervertrag gilt vorerst für ein Jahr bis Ende April 2018.  

Dazu wird Josef Greindl, Mitglied des Vorstands der Milchunion Alpenvorland, einer Teilgenossenschaft der Berglandmilch, von der Wochenzeitung Tips wie folgt zitiert: „Die Befristung auf ein Jahr ist auch eine Chance für jeden einzelnen Betrieb. Es macht ja bekanntlich der Ton die Musik, und wenn die richtige Gesprächskultur gefunden wird, dann kann so manches in einem Jahr ganz anders ausschauen.“ Bis zwei Monate vor Vertragsende muss eine Nachfolgeregelung vereinbart werden.

NÖM holt Bio auch als Bio ab

Sechs niederösterreichische Betriebe haben quasi in letzter Sekunde einen Liefervertrag mit der Milchgenossenschaft NÖ unterzeichnet. Sie liefern künftig ihre Milch an die NÖM AG.
Besonders die Biolieferanten unter ihnen atmen auf. Sie bekommen auch bei der NÖM den Biozuschlag. „Die sechs Bauern erhalten die gleichen Bedingungen wie die 32 bisherigen Rückkehrer“, so MGN-Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer. Der Vertrag der 38 „neuen“ NÖM-Lieferanten mit zusammen rund 4,5 Mio. kg Milch gilt seit 1. Mai 2017 auf fünf Jahre. Er sieht eine „Schüttgebühr“ von drei Cent auf den Milchauszahlungspreis vor.

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