Holzmarkt: Preise für Fichte leicht gesunken

Forst
Aufgrund des regional hohen Anfalls an Fichtensortimenten ist eine Vermarktung von Kiefernsägerundholz, vor allem durchschnittlicher Qualität, sehr schwierig.
Quelle: Archiv

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind derzeit sehr unterschiedlich bevorratetet. Durch das hohe Angebot sanken teilweise die Preise. So liegt das Leitsortiment Fichte zwischne 84 und 95 €. Kiefernsägerundholz lässt sich schlecht vermarkten. Die Nachfrage nach Lärchensägerundholz ist sehr lebhaft.

Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist dementsprechend verschieden. Wo die Witterung eine Holzernte und Abfuhr zulässt, ist die Bevorratung sehr gut, die Übernahme erfolgt teilweise kontingentiert, wodurch aufgebaute Waldlager nur langsam abfließen können. Bedingt durch das hohe Angebot kam es teilweise zu Preisabsenkungen. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegen nunmehr zwischen 84 € und 95 € je FMO. Aufgrund des regional hohen Anfalls an Fichtensortimenten ist eine Vermarktung von Kiefernsägerundholz, vor allem durchschnittlicher Qualität, sehr schwierig. Die Nachfrage nach Lärchensägerundholz ist bei unveränderten Preisen nach wie vor sehr lebhaft. Zum Abschluss der Laubholzsaison ist Rotbuchenrundholz zu unveränderten Preisen absetzbar. Die Nachfrage nach Eiche ist trotz Preiserhöhung weiterhin nur schwer zu bedienen


Indistrieholz wird unterschiedlich nachgefragt

Die Situation der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie stellt sich ebenso differenziert dar. Während im Süden Österreichs die Bevorratung mit Nadelindustrieholz als gering zu bezeichnen ist, sind die Werke im Norden, auch aufgrund des hohen Einschnitts der Sägeindustrie, sehr gut bevorratet. Die Aufnahmefähigkeit für österreichisches Holz ist dennoch gegeben. Die Vermarktungsmöglichkeit von Zusatzmengen ist von der Verwendung von Sägenebenprodukten im Produktionsprozess sowie Standort der Abnehmer abhängig. Rotbuchenfaserholz wird zu stabilen Preisen nachgefragt.

Der Energieholzmarkt ist weiterhin zweigeteilt. Im Norden ist vor allem in den Schadholzgebieten die Nachfrage verhalten und zusätzlich angebotene Mengen sind schwierig zu vermarkten. Im Süden hält die Nachfrage hingegen weiterhin an und es bestehen gute Absatzmöglichkeiten.

Käfer fliegt bereits

In den Tieflagen hat der Käferflug bereits begonnen. Es wird empfohlen, die Bestände regelmäßig auf frischen Befall zu kontrollieren und befallene Bäume zu entfernen. 

Holzpreise April 2018

Preisentwicklung
 
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf getätigte Geschäftsfälle des Zeitraumes März – Anfang April und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Schlagworte

Nachfrage, Fichte, teilweise, Lärchensägerundholz, Kiefernsägerundholz, Leitsortiment, Sägeindustrie, Bevorratung, lebhaft, Preise

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