Kern will Glyphosat verbieten

Autor: Torsten Altmann

Kern
Christian Kern will den Einsatz von Glyphosat gänzlich verbieten.
Quelle: Christopher Dunker, BKA

Ein Totalverbot von Glyphosat hat heute Bundeskanzler Kern in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Global 2000 gefordert.

Kern forderte ein klares Bekenntnis aller Parteien und des Bauernbundes für ein Totalverbot von Glyphosat.

Landwirtschaftsminister Rupprechter ortete kürzlich noch "Wahlkampfgetöse" in der Ankündigung der SPÖ, ein österreichisches "Nein" zur Wiederzulassung auf EU-Ebene zu wollen - siehe Meldung vom 22. September.

11 Mrd. € Ertragseinbußen zu befürchten

Überrascht zeigt sich die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) hinsichtlich der Forderung nach einem Totalverbot von Glyphosat. Denn der SPÖ-Vorsitzende sollte aus seiner Zeit als ÖBB-Vorstandsvorsitzender um die sinnvollen und sicheren Einsatzmöglichkeiten von Glyphosat im Kampf gegen Unkraut wissen.

In der Landwirtschaft drohen laut IGP Ertragseinbußen, die einer aktuellen Studie zufolge mit 11 Mrd. € beziffert werden. Studien zeigten zudem, dass Glyphosat einen wesentlichen Beitrag für bodenerhaltende Maßnahmen liefert sowie positive Effekte auf die ländliche Entwicklung habe, in dem Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten würden.

Kanzler Kern kündigte in der Pressekonferenz auch den Rückzug aus Palmöl an. Er verlangte ein EU-weites Verbot, Palmöl mit Kraftstoffen zu mischen.

Schlagworte

Glyphosat, Kern, Totalverbot, Pressekonferenz, Palmöl, Rupprechter, IGP, SPÖ, Ertragseinbußen, ÖBB

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