Klimaschutz: Energypeace fordert Regierung zum Handeln auf

Autor: Beate Kraml

Windenergie
Die Energieerzeugung aus heimischen, ernuebaren Energien soll noch vor 20130 ausgebaut werden.
Quelle: Heil

Österreich soll seine Treibhausgas-Emissionen ab 2020 jährlich um 5% senken. Das sind 4 Mio. t, sodass 2030 die Emissionen unter 40 Mio. t liegen. Das fordert Energypeace aktuell in einer Klimapetition von der Bundesregierung. Sie können diese unter www.energypeace.at unterstützen.

Vor Weihnachten fand in In Kattowitz die Klimakonfernez statt. Dort wurden zwar Regeln beschlossen, um die Emissionen nach gleichen Grundsätzen zu erfassen; aber es gab keine Beschlüsse zur ihrer Senkung. Im Gegenteil, die Weltbank berichtete, dass 2018 der Ausstoß an CO2 einen neuen Rekordwert erreicht. Die Klimaforscher warnten, dass die Welt bei Anhalten dieser Trends auf eine Erwärmung von 3 bis 5°C im Schnitt zusteuert, das könnte in Binnenländern wie Österreich zu einer Erwärmung von 3 bis 10°C führen.

Seit 2015 steigen in Österreich die Treibhausgasemissionen, obwohl in Paris das Gegenteil
beschlossen wurde. Erfreulicherweise hat die Bundesregierung 2018 eine neue Klima- und
Energiestrategie vorgelegt. Eine Auswertung der darin enthaltenen Vorschläge zeigt jedoch,
dass es mit dieser Strategie bei weitem nicht gelingen wird, die CO2 Emissionen so rasch zu
senken, wie dies zur Erreichung der Ziele des Paris Abkommens notwendig ist.

Daher fordert Energypeace, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen ab 2020 jährlich um 5% senkt.Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Bundesregierung 2019 folgende Leitmaßnahmen beschließen:

  • Eine Informationskampagne für die Öffentlichkeit, die erklärt, dass die Klima- und Energiepolitik, die vor der Regierung Kurz – Strache praktiziert wurde, zu steigender Auslandabhängigkeit und viel zu hohen Emissionen führte und daher eine neue und bessere Klima- und Energiepolitik notwendig ist.
  • Die Durchführung eines ökosozialen Steuerumbaus ab 2020 verbunden mit der Einführung eines Klimabonus von 150 Euro je Jahr für jede Bürgerin und jeden Bürger, vom Baby bis zum Greis, sowie die Senkung der Lohnnebenkosten – das alles finanziert durch eine Klimaschutzabgabe je Tonne CO2.
  • Der beschleunigte Ausbau der Stromerzeugung aus heimischen, erneuerbaren Quellen ohne Deckelung oder andere Begrenzungen bis in Österreich folgende Kapazitäten installiert sind und zwar noch vor 2030:

o PV 12 GW (aktuell 1,3 GW, Ausbauvolumen 10,7GW))
o Wind 8 GW (aktuell 3 GW, Ausbauvolumen 5 GW)
o Wasser 16 GW (aktuell 14 GW, Ausbauvolumen 2 GW)
o Biomasse/Biogas 1,2GW (aktuell 0,6 GW, Ausbauvolumen 0,6GW)

Dieser rasche Ausbau ist notwendig, weil der Stromverbrauch aufgrund neuer Entwicklungen steigen wird (Digitalisierung, E –Mobilität, Wärmepumpe). Ohne diesen Ausbau wird es nicht gelingen, 100% des Stromverbrauchs bis 2030 aus erneuerbaren Quellen zu decken, wie dies im Regierungsprogramm vorgesehen ist. Zur Erreichung des Zieles „minus vier Mio. t Emissionen pro Jahr“ sind neben diesen Leitmaßnahmen eine Reihe weiterer Schritte notwendig, die 2019 festgelegt werden sollen, heißt es in der Aussendung von Energypeace.

Was bedeutet das Paris-Ziel für Österreich?

Schlagworte

Emissionen, Energypeace, aktuell, fordert, notwendig, 2030, CO2, Bundesregierung, Ausbauvolumen, Treibhausgas

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