Milchexport brummt

Petschar
"Wir brauchen eine Herkunftskennzeichnung ausländischer Produkte", appelliert Petschar an den Handel.
Quelle: Altmann

Mit einem Plus von über 25 % hat die österreichische Milchwirtschaft ihr Außenhandelssaldo im ersten Quartal 2018 deutlich erhöht. Dies unterstreicht die steigende Beliebtheit heimischer Qualitätsprodukte auch im Ausland“, erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar.

Die Exporte wurden von Jänner bis April 2018 um 15,3 % von 276,5 auf 319 Mio. € gesteigert. Gleichzeitig erhöhten sich die Importe um 10% von 177 auf 195 Mio. €. Unterm Strich bleibt ein  Außenhandelssaldo von 124 Mio. € gegenüber 99 Mio. € im gleichen Vorjahreszeitraum.

Exportmotor Käse

Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse. Auf dieses Segment entfallen fast 50% der Exporte. Hier gelang ein wertmäßiger Zuwachs um 16%. Beim Import macht Käse ca. 58% des gesamten Volumens aus. Der heimischen Milchwirtschaft ist es bei Käse gelungen, höhere Exportpreise im Vergleich zu den Importpreisen zu realisieren. Dies weist laut Petschar trotz des hohen internationalen Wettbewerbs auf den Erfolg der Qualitätsstrategie der heimischen Milchwirtschaft hinweist. Zweitwichtigster Sektor ist die Palette der Flüssigmilchprodukte. Auch hier gab es deutliche Steigerungen. Traditionelles Importprodukt ist weiterhin Butter.

Ca. 88% der Exporte wurden am EU Binnenmarkt getätigt, während 12,3% in Drittländer erfolgten. Die Exporte in mittel- und osteuropäische Länder konnten von 21,4 Mio. € auf 26,7 Mio. € deutlich zulegen, während es bei den Importen von 9,2 Mio. auf 8,9 Mio. einen Rückgang gab.

Petschar: "Ein funktionierender Außenhandel ist für die heimische Milchwirtschaft sehr wichtig, zumal fast jeder zweite Liter Milch aus Österreich exportiert wird. Dies bedeutet, dass jeder zweite heimische Milchbauernhof vom Export abhängt. Umso wichtiger ist es daher, dass für den Milchsektor gute Außenhandels- und Veterinärabkommen abgeschlossen werden, die den Zugang zu Absatzmärkten ermöglichen."

Hinsichtlich der Importe appelliert Petschar an die Verantwortung der weiterverarbeitenden Industrie und des Lebensmittelhandels nach Kennzeichnung der Herkunft und mehr Transparenz. „Der Konsument, Handel und NGOs verlangen vom österreichischen Hersteller hohe Standards, der Konsument erfährt bei Importprodukten aber nicht woher diese sind und unter welchen Produktionsbedingungen diese hergestellt werden. Er sollte ein Recht haben zu erfahren, woher die Produkte kommen und unter welchen Voraussetzungen sie hergestellt werden. Nur so ist es möglich, dass die unterschiedlichen Qualitätsstandards und Produktionsgrundlagen sichtbar werden und zu einer bewussten Kaufentscheidung führen“, ergänzte Petschar.

Schlagworte

Mio, Petschar, Milchwirtschaft, Export, Käse, Außenhandelssaldo, Import, woher, hergestellt, Konsument

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Agrarhochschulranking

Agrarhochschulranking 2018

Zum sechsten Mal führen wir aktuell das Agrarhochschulranking durch. Wo sollte Eure Hochschule noch besser werden und was läuft bereits gut? Macht mit und gewinnt tolle Preise!

Jetzt teilnehmen...

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Karrero by topagrar
Die neuesten Stellen