Raus aus der Opferhaltung: Die Bäuerinnen zeigen wie

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Foto: Die Bäuerinnen NÖ/Fugger

Bäuerinnen und Bauern erleben eine schwierige Zeit. Gerade jetzt will und kann die Bäuerinnenorganisation Kraftquelle und Hilfe sein. 50 Funktionärinnen aus allen Landesteilen haben sich im Rahmen eines Seminars am 13. und 14. März in Mold dieser Problematik angenommen, heißt es in einer aktuellen Presseaussendung.

Viele Faktoren spielen zusammen und führen dazu, dass es in vielen bäuerlichen Betrieben aktuell nicht nach Wunsch läuft, so die Bäuerinnen. Die Marktpreise seien niedrig und volatil, Ausgleichszahlungen hätten nicht mehr das gewohnte Ausmaß und Auflagen würden Nebentätigkeiten und vieles andere erschweren.

Die Bäuerinnen-Funktionärinnen sind nicht nur selbst Betroffene, sondern werden oftmals mit Frust und Verzweiflung und sogar mit Existenzängsten anderer konfrontiert. Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger: „Gerade deshalb, war es uns Bäuerinnen wichtig, uns mit der Situation auseinanderzusetzen. Hinschauen statt wegschauen – weil wir überzeugt sind, dass wir viel beitragen können, um Unterstützung für unsere Berufskolleginnen zu sein. Zusammenhalt und Gemeinschaft sind Kernwerte der Bäuerinnenorganisation, die gerade in schweren Zeiten gefragt sind. Mit dem Seminar erhielten wir nützliche Anstöße und Tools, um aus einer Opferhaltung heraus zu finden.“

Die eigene Resilienz stärken

Warum meistern manche Menschen derartige Krisen besser als andere? Dieser Frage seien die Bezirks- und Gebietsbäuerinnen auf den Grund gegangen. Die Antwort habe Wirtschaftstrainerin und Coach Christine Hackl mit dem Begriff Resilienz gegeben. Sie verstehe darunter die Kraft, mit der man wieder handlungsfähig werden könne.

Drei besondere innere Haltungen - Optimismus, Akzeptanz, und Lösungsorientierung - sowie vier Handlungsanleitungen bilden das Fundament dieser Widerstandskraft, so Hackl. Dazu zählen Verantwortung zu übernehmen, gute Beziehungen zu gestalten, sich und die eigenen
Emotionen zu regulieren und die Zukunft gestalten. Christine Hackl: „Das aktuelle Resilienz-
Niveau jedes Menschen ist unterschiedlich, es hängt von vielen Erfahrungen und Prägungen
ab, die teils in der Kindheit wurzeln. Und das Wunderbare daran ist, dass Resilienz
veränderbar ist. Jeder kann mit bewussten Übungen resilienter und damit handlungsfähiger
werden.“

Einige dieser Übungen haben die Seminarteilnehmerinnen selbst durchgeführt. Ihre Motivation sei hoch, das neue Wissen weiterzugeben. „Wir Bäuerinnen haben entschieden, dass es unser Ziel ist, handlungsfähig zu bleiben. Mit Schuldzuweisungen machen wir uns lediglich selbst schwach und hilflos. Wenn wir unsere Resilienz stärken, können wir unsere eigene Zukunft gestalten“, zeigt Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger die Bedeutung des Seminarinhalts auf.

Schlagworte

Bäuerinnen, x308, Resilienz, gestalten, Opferhaltung, Funktionärinnen, Bäuerinnenorganisation, Hackl, Irene, Neumann

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