Stadt Wien setzt auf heimische Ei-Qualität

Autor: Beate Kraml

Eier
81% der österreichischen Legehennen liefern Frischeier nach den AMA-Qualitätskriterien.
Quelle: ARD

In Sachen Tierwohl und gesundem Essen etabliert Wien neue Standards beim Eier- und Eiprodukte-Einkauf.

Die Umweltschutzabteilung der Stadt Wien hat in einem gemeinsamen Projekt mit der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) neue Einkaufskriterien für Eier und Eiprodukte erarbeitet. „Dies ist ein großer Schritt vorwärts und ein wichtiges Signal für die gesunde Ernährung von Kindern,“ lobt AMA Marketing-Geschäftsführer Dr. Michael Blass das Ergebnis. Denn der neue Standard für den verantwortungsvollen Einkauf von Eiern und Eiprodukten wird künftig Grundlage für öffentliche Ausschreibungen in den öffentlichen Einrichtungen der Stadt sein. Der größte Essenszulieferer für Schulen und Kindergärten in Wien, die Firma Gourmet, stellt bereits ihre Frischküche voll auf zertifizierte Bio- und Freilandeier um. Der Marktführer in der Gemeinschaftsverpflegung benötigt jährlich rund 6,4 Mio. Eier.
 
Marktanteil von Bio- und Freilandeiern steigt weiter
 
Heimische Qualität sowie die Transparenz bei AMA-Gütesiegelprodukten ist gerade bei Eiern ein relevantes Kriterium für die Kaufentscheidung der Konsumenten. Bei Freiland-Eiern ist der Marktanteil im ersten Halbjahr 2018 gegenüber 2017 wertmäßig von 27,7 auf 28,7% gestiegen. Parallel dazu erhöhte sich der wertmäßige Marktanteil von Bio-Eiern auf 22,2%.
 
Das scheinen zunächst keine Steigerungen zu sein, die Anlass zu Euphorie geben. Dahinter stehen aber Zahlen, die sehr wohl positiv stimmen können. „Da ist zum einen die Tatsache, dass Bio- und Freilandeier nunmehr 51% Anteil am Ei-Markt in Österreich haben. Zusätzlich stieg der Eier-Absatz im ersten Halbjahr um 3,5% und die entsprechenden Ausgaben nahmen um 8,4% zu“, so Blass. Hinzu komme dezenter Rückenwind durch die seit 2016 leicht gestiegenen Preise bei Bio-Eiern (+1 Cent) auf 42 Cent.
 
Die Konsumentinnen und Konsumenten vertrauen also nicht nur auf die Qualität heimischer Eier, sie sind auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Der heimische Pro-Kopf-Verbrauch beträgt 239 Eier im Jahr, er ist damit so hoch wie seit 1997 nicht mehr.
 
Ein wesentliches Indiz hierfür ist der seit Jahren kontinuierliche Zuwachs an AMA-Gütesiegel-Betrieben. 708 Legehennen-Betriebe nehmen am AMA-Gütesiegelprogramm teil. Damit werden aktuell 81% der in Österreich registrierten Legehennen nach den AMA-Richtlinien betreut.

Schlagworte

Wien, Eier, AMA, Eiern, Bio, Eiprodukte, heimische, Qualität, Blass, Einkauf

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