Verband für Fischereiwirtschaft und Aquakultur wählt neuen Obmann

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Im Bild der Ehrenobmann Johann Kölbl und der neu gewählter Obmann Markus Payr.
Quelle: LK Kärnten/ Gerda Weber

Der Österreichische Verband für Fischereiwirtschaft und Aquakultur hat in der Vorwoche in Ferlach Markus Payr zum neuen Obmann gewählt. Er wird er in den nächsten vier Jahren die Anliegen der österreichischen Aquakulturproduzenten vertreten, berichtet die LK NÖ.

Der Kärntner Markus Payr ist BOKU-Absolvent, selbst Fischzüchter und als anerkannter Experte für Fischzucht über die Bundesländergrenzen hinweg bekannt. Er folgt als Verbandsobmann Johann Kölbl nach, der den Dachverband im Jahr 2009 gegründet hat. Kölbl hatte damals die Vision, alle Sparten der Aquakultur und die Seenfischerei unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen.

„Ohne das vorausschauende Denken von Johann Kölbl wäre die Vereinsgründung und positive Weiterentwicklung der Aquakulturbranche nicht möglich gewesen“ zieht Payr vor seinem Vorgänger den Hut und freut sich, dass Kölbl dem Verband als Ehrenobmann erhalten bleibt.

Operative Unterstützung erfährt der Branchenverband seit 2016 von Verbandsgeschäftsführer Leo Kirchmaier. Er ist als Aquakultur-Referent der LK NÖ  tätig. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Obmann. Mit Markus Payr sind wir nicht nur fachlich sehr gut aufgestellt, sondern profitieren auch von seinen Erfahrungen und dem Netzwerk, das er sich als Obmann des Vereins der Kärntner Fischzüchter bereits aufgebaut hat“, so Kirchmaier.

Praxistaugliche Rahmenbedingungen und Bürokratieabbau als erklärtes Ziel

Obwohl sich Österreich zum Ziel gesetzt habe, die inländische Aquakulturproduktion zu
steigern, sei derzeit leider Gegenteiliges der Fall. Die letzte Aquakultur Statistik zeige, dass
die Produktion von 2015 auf 2016 wieder leicht gesunken ist. „Das liegt zum einen an den
aufwendigen und abschreckenden Behördenverfahren bei der Neuerrichtung von
Aquakulturanlagen, aber auch an den behördlich vorgeschriebenen Einschränkungen bei der
Wiederverleihung von Wasserrechten bei bestehenden Anlangen.

„Zudem ist mit hohen Fischverlusten in Aquakulturanlagen aufgrund von Ausfraß durch Kormoran oder Fischotter zu rechnen, da nicht alle Anlagen effektiv geschützt werden können, wie zum Beispiel große Karpfenteiche“, erklärt Markus Payr. Eine Situation, die er so nicht hinnehmen will. „Ich trete für eine praxistaugliche Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie im Sinne der Fischzüchter und Teichwirte bei Behördenverfahren ein. Nur dadurch kann die österreichische Aquakultur den inländischen Selbstversorgungsgrad bei Fisch von derzeit 6 % mittelfristig erhöhen.“

Seit dem Jahr 2016 wirke der Dachverband auch auf EU Ebene als Gründungsmitglied im
EU-Aquakulturbeirat mit. Der EU-Aquakulturbeirat gebe fachliche Empfehlungen an die EU
Kommission weiter und sei an einer positiven Weiterentwicklung der Branche interessiert, so die Kammer.

Schlagworte

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