Wutscher Abwahl kein Ruhmesblatt für Ministerin

Autor: Torsten Altmann

Wutscher
Die Vorgangsweise von Ministerin Köstinger bei der Abwahl von Werner Wutscher stößt in Wirtschaftskreisen auf Unverständnis.
Quelle: REWE International AG/APA-Fotoservice/Ehm

Elisabeth Köstinger ist wegen der Umbesetzung der Bundesforste in die Kritik geraten. Wie die neue ÖVP-Nachhaltigkeitsministerin den Vorsitzenden der Bundesforste, Werner Wutscher, abservieren ließ, zeuge nicht gerade von Professionalität im Umgang mit Organen einer Aktiengesellschaft, schreibt heute der Kurier.

top agrar Österreich hatte als erstes Magazin über die Abwahl Wutschers und Bestellung Gerhard Mannsbergers berichtet (https://www.topagrar.at/home/Bundesforste-Mannsberger-statt-Wutscher). Auf die näheren Umstände geht der Kurier in seiner heutigen Ausgabe ein. Danach soll Wutscher aus dem Büro der Ministerin einen Anruf erhalten haben, er möge zurücktreten und nach Möglichkeit bald. Ohne Angabe von Gründen. Auf das Ersuchen nach einem Gespräch mit Köstinger hieß es, die Ministerin habe dafür keine Zeit.

Heftige Spekulationen waren die Folge

Bei den Bundesforsten sei eine außerordentliche Hauptversammlung (HV) einberufen und am 2. März drei von vier Kapitalvertretern ausgetauscht worden. Das Ministerium veröffentlichte den Austausch der Aufsichtsräte nach der außerordentlichen HV laut Kurier ausgerechnet an einem frühen Freitagabend über eine äußerst knapp gehaltene APA-Meldung.

Der Zeitpunkt und der dürftige Inhalt hätten in Wirtschaftskreisen sofort heftige Spekulationen ausgelöst. So würden Änderungen in Unternehmen üblicherweise kommuniziert, wenn sich die Betroffenen etwas zuschulden kommen ließen. Im Kabinett von Köstinger scheine man von solchen, in der Wirtschaft gebräuchlichen Codes allerdings keine Ahnung zu haben, heißt es weiter.

Das sei keineswegs der Fall, Wutscher habe hervorragende Arbeit geleistet, wird der Sprecher von Köstinger zitiert. Aber neue Aufsichtsräte seien nach einem Regierungswechsel eben üblich und Wutschers Nachfolger, der Vizerektor der Uni für Bodenkultur, Gerhard Mannsberger, sei der beste Forstwirtschaftsexperte des Landes.

Schlagworte

Wutscher, Bundesforste, Köstinger, Abwahl, Kurier, Ministerin, Wutschers, Gerhard, Mannsberger, Aufsichtsräte

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