80 % der Bauern san z’fridn Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Über 400 Betriebe haben bei unserer Lebensglück-Umfrage teilgenommen. Hier die teils unerwarteten Ergebnisse.

Knapp 80 % der heimischen Bäuerinnen und Bauern sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Leben am Bauernhof. Das ist das erfreuliche Ergebnis der großen „Lebensglück-Umfrage“, die top agrar Anfang des Jahres durchgeführt hat.

Unsere Bauern erreichten im Vergleich mit den Berufskollegen in Deutschland und der Schweiz eine hohe Zufriedenheit. Noch glücklicher sind aber die Eidgenossen. Der hohe Zufriedenheitsgrad überrascht, denn die ungünstige Marktlage, Bürokratie und die öffentliche Kritik machten es den Landwirten nicht gerade leicht (siehe Übersicht 1).

Hohe Belastung:

Auch die Kommentare zur Frage „Was beschäftigt Sie zurzeit besonders?“ hätten darauf schließen lassen müssen, dass die heimischen Landwirte mit der aktuellen Situation unzufrieden sind.

So gaben viele die schlechten Milch- und Marktfruchtpreise, Generationenkonflikte und die eigene gesundheitliche Lage als belastend an. Stallbauten und notwendige Sanierungen sind für viele Landwirte aus finanzieller Sicht nicht umsetzbar. Daraus ergeben sich Sorgen um die betriebliche Entwicklung, die sich 85 % der Teilnehmer machen (siehe Übersicht 2).

Daneben beschäftigt die Landwirte, dass sie wenig Zeit für Hobbys oder sich haben. Viele wünschen sich Entlastung und damit mehr Zeit für Freizeit und Urlaube mit Familie und Freunden.

Auch Änderungen im privaten Bereich beschäftigen die Teilnehmer: So gründen zurzeit 23 ,3 % eine Familie oder sind vor Kurzem Eltern geworden. 16,4 % bereitet die Pflege Angehöriger Sorgen. Nur wenige haben Angst vorm Wechsel in den Ruhestand. Das ist vor allem auf die eher jungen Teilnehmer an der Umfrage zurückzuführen.

Einzelschicksale gibt es auch. So beschäftigt einige das Fehlen eines Hofnachfolgers oder einer Schwiegertochter. Andere haben Streit mit den Eltern oder müssen ihren Betrieb nach einem Brand wieder errichten.

An den Hof gebunden:

Die Belastung kommt aber nicht nur aus dem finanziellen oder privaten Bereich. Der Arbeitsaufwand für den Betrieb liegt bei vielen über der 40-Stunden-Woche. 29 % der Teilnehmer arbeiten 40 bis 60 Stunden für den Hof, 33 % rund 60 bis 80 Stunden und für 9 % sind es sogar mehr als 80 Stunden in der Woche.

Trotz der vielen Arbeit gaben fast 70 % an, dass das Hofleben für sie abwechslungsreich und schön ist. Und der hohe Anteil an zufriedenen Landwirten zeigt wiederum, dass diese trotz der vielen Arbeit glücklich sind.

Dazu müssen auch die Rahmenbedingungen passen, die ein Bauernhof auf vielfache Weise bietet. So schätzen die Landwirte besonders die freie Arbeitseinteilung (69,4 %), die Arbeit mit den Tieren und in der Natur (66,5 %) und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (65 %). Auch das selbstständige unternehmerische Handeln sehen 44,7 % als Vorteil am Hofleben.

Ein bis zwei Hobbys:

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